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Zusammenschluss
Kaba-Chef preist Fusion mit Dorma als Meilenstein

Kaba-CEO Riet Cadonau (Archivbild): Er soll Konzernchef des Zusammenschlusses werden. Keystone

Durch eine Fusion mit dem deutschen Unternehmen Dorma will Kaba seine Position in Asien stärken. Laut Konzernchef Riet Cadonau sind ausserdem weitere Akquisitionen geplant.

Veröffentlicht am 30.04.2015

Kaba-Chef Riet Cadonau hat den bevorstehenden Zusammenschluss der Schweizer Sicherheitstechnik-Firma Kaba mit dem deutschen Familienunternehmen Dorma als einen Meilenstein in der Geschichte zweier sehr starker Firmen bezeichnet. In einer stark fragmentierten Branche mit einem Konsolidierungstrend übernehme man damit eine aktive Rolle, sagte Cadonau, der als CEO vorgesehen ist.

Das fusionierte Unternehmen dorma+kaba wird mit einem pro-forma-Umsatz von mehr als 2 Milliarden Franken und 16'000 Beschäftigten in 53 Ländern die neue globale Nummer 3. Die künftige Holding wird ihren Sitz im zürcherischen Rümlang haben und an der Schweizer Börse SIX kotiert sein.

Schnellere Expansion

Dorma mit Sitz in Ennepetal bei Düsseldorf und Kaba seien hochgradig komplementär in ihren Produkten, in der Wertschöpfungskette und geografisch, sagte der designierte Konzernchef der neuen Gruppe an einer Telefonkonferenz am Morgen.

Die weltweite Expansion werde sich dadurch beschleunigen lassen. In Europa sind beide Unternehmen bisher schon stark präsent. Dorma sei aber bisher stärker im Raum Asien/Pazifik aufgestellt als Kaba und Kaba umgekehrt in den USA. In diesen beiden Märkten wird es daher nach Ansicht von Cadonau starke organische Wachstumsimpulse geben. Ausserdem wollten beide Unternehmen wie bereits in den letzten Jahren weitere Akquisitionen tätigen.

Generalversammlung am 22. Mai

Die Fusion werde voll unterstützt von den Ankeraktionären, die eine starke Basis bilden würden und einen langfristigen Vertrag unterzeichnet hätten. Cadonau rechnet bei einem grossen Teil der Aktionäre mit viel Unterstützung, da die Fusion aufgrund der sehr hohen Komplementarität der Unternehmen ein überzeugender strategischer fit sei.

In einem ersten Schritt müssen die Kaba-Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 22. Mai der Fusion zustimmen. Laut Cadonau bemüht man sich für die Aktionäre um eine hohe Transparenz und rechnet nicht mit grossen Widerständen.

(sda/tno/ama)

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