Demnach befindet sich der Verkaufsvorgang bereits in der zweiten Runde. Intern ist von einem Transaktionsvolumen von 200 Millionen Franken die Rede. Kaba selber äusserst sich nicht dazu. «Zu Gerüchten und Spekulationen nehmen wir grundsätzlich nicht Stellung», sagt Kommunikations-Chef Jean-Luc Ferrazzini.

Die Division «automated doors» steuert 16 Prozent zum Konzernumsatz von 1,1 Milliarden Franken bei und stellt automatische Schiebetüren für verschiedenste Zwecke her. Die Palette reicht von Schiebetüren für Einkaufsläden bis zu Sicherheitstüren, wie sie beim Bau des Gotthardtunnels verwendet wurden. Offenbar will Kaba das Geschäft abstossen, weil es nicht internationalisiert werden kann und zu wenig Wachstum für die Zukunft verspricht, wie Beteiligte berichten.

Noch ist offen, ob der Verkauf zustande kommt. Die Preisvorstellungen von Kaba und den Interessenten lägen bisher weit auseinander, heisst es. Zu den möglichen Käufern gehören Private-Equity-Firmen sowie strategische Investoren. Interesse gezeigt hat der US-Werkzeughersteller und Sicherheitskonzern Stanley Works, der im Frühling mit Black & Decker fusionierte. Auch der Sicherheitstechniker Assa Abloy hat sich die Kaba-Sparte angeschaut. Die Schweden haben sich allerdings eben erst beim Türexperten Agta Record mit Sitz im zürcherischen Fehraltorf mit 33 Prozent eingekauft. Seither dürfte das Interesse an Kaba gesunken sein.

Anzeige

Die Verkaufsabsichten bei Kaba reihen sich nahtlos ein in das anziehende Geschäft um Fusionen und Übernahmen mit Schweizer Beteiligung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Transaktionen um 30 Prozent auf 124 gestiegen.