Schweizer Kabelnetzbetreiber verkauften zu Jahresbeginn 2017 mehr Abonnements. Dank mehr Telefonie- und Breitbandinternetkunden kletterte die Zahl der Abos im ersten Quartal um 1,2 Prozent auf 4,538 Millionen.

Beim TV hingegen verloren die Kommunikationsnetzebetreiber weitere Kunden. Ende März zählten sie 2,432 Millionen Fernseh-Abonnenten, 2,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr, wie der Branchenverband Suissedigital mitteilte.

«Talsohle erreicht»

Ende 2016 hatte das Minus noch 3,2 Prozent betragen. Zuvor waren die Verluste noch höher ausgefallen. Suissedigital-Geschäftsführer Simon Osterwalder zeigte sich in der Mitteilung optimistisch gestimmt: «Es sieht ganz so aus, als wäre die Talsohle beim Fernsehen erreicht.»

Mit der Lancierung des Senders MySport herrsche nun Aufbruchsstimmung. Verbandsmitglied UPC will den neuen Schweizer Sportsender diesen Sommer starten. Er hat sich dafür die TV-Rechte für Schweizer Eishockey-Spiele gesichert. Die Suissedigital-Mitglieder werden den Sender verbreiten.

Gegenpol zur Swisscom

Osterwalder betonte weiter, dass durch das Wachstum beim Breitbandinternet inzwischen mehr als jeder zweite Kunde auch Breitbandinternet bei seinem TV-Anbieter beziehe. Das sei extrem wichtig, da immer mehr Dienste und Angebote internetbasiert seien.

Beim Branchenverband Suissedigital sind 200 private und öffentlich-rechtliche Unternehmen angeschlossen, die 2,4 Millionen Haushalte mit Radio, TV, Internet und Telefonie versorgen. Der Verband versteht sich als Gegenpol zum Telekomriesen Swisscom.

(sda/chb)