Der Wetterdienst Meteomedia von Jörg Kachelmann weitet seine Geschäftsfelder aus - die Bedeutung des Fernsehens wird reduziert. Vorgesehen ist unter anderem ein eigener Videokanal im Internet. Zudem spannt das Unternehmen neu mit der Bavaria Film Gruppe zusammen.

Auf Schweizerdeutsch, Hochdeutsch und Englisch werden die Wetterinformationen auf kachelmannwetter.de präsentiert, wie Kachelmann an einer Medienkonferenz am Flughafen Zürich sagte. Vorgesehen sei zudem auch die Adresse kachelmannwetter.ch. Es sei «der x-te Versuch für einen Wetterkanal».

Ab Anfang 2012 planen die beiden Partner, gemeinsam Wettersendungen für das Fernsehen und weitere Kunden herzustellen. Die Firmen hätten sich in einer entsprechenden Absichtserklärung darüber verständigt, hiess es. Jeder Partner wolle seine jeweilige Kernkompetenz einbringen.

Sprung nach Asien

Meteomedia verfüge über rund 830 Stationen in Europa und verwerte Daten von rund 17'000 Stationen weltweit. Das Unternehmen plane nun zudem den Aufbau von 1000 Wetterstationen auf den Philippinen, hiess es.

Zudem haben Meteomedia und die Bavaria Film Gruppe die gemeinsame Produktion von Wetterprogrammen ab 2012 vereinbart. Die Bavaria werde dafür eigens eine Gesellschaft gründen, sagte Meteomedia-Verwaltungsrat Martin Kurer.

Produziert werde nicht am Sitz von Meteomedia im appenzellischen Gais sondern in München. Bavaria werde die Leute in Gais auffordern, sich für eine Stelle in München zu bewerben, so Kurer. Abgesehen davon blieben die Aktivitäten der Firma in Gais erhalten.

Kachelmann, bis dahin Wettermoderator bei der ARD, war im März 2010 wegen der Verdachts auf Vergewaltigung festgenommen worden. Nach einem spektakulären Prozess wurde er Ende Mai 2011 freigesprochen.

(tno/cms/sda)

 

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