Die Stellenabbau-Pläne bei der Privatbank Julius Bär werden konkreter: Beim internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft von Merrill Lynch, welche Julius Bär übernimmt, werden 30 bis 40 Prozent der Jobs zum Opfer fallen.

Dies sagte Bär-Konzernchef Boris Collardi gegenüber Investoren, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Das entspricht 660 bis 880 Stellen von zählt weltweit 2200 Beschäftigten.

Am stärksten betroffen werden die Standorte mit Doppelvertretungen sein, wie Collardi gegenüber den weiter Investoren weiter ausführte. Das sind Singapur, Hongkong, London und die Schweiz. Der Abbau sei nötig, damit die Bank das angestrebte Kosten-Ertrags-verhältnis von derzeit über 100 Prozent auf 70 senken kann.

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Zudem will Konzernchef Boris Collardi rund 350 Millionen Franken in eine neue IT-Plattform investieren. Diese wird derzeit aufgebaut und soll künftig weltweit zum Einsatz kommen. Die Pressestelle von Julius Bär will die Äusserungen von Collardi nicht kommentieren. Die Bank habe aber immer gesagt, dass es in Märkten mit Überlappungen zu einem Stellenabbau kommen werde.

Nach der Fusion mit Merrill Lynch dürfte Julius Bär Vermögen im Umfang von 251 Milliarden Franken verwalten und gilt damit als eine der grössten Privatbanken der Welt.

(aho)

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