Bis zu 2600 Arbeitsplätze werden bei Alitalia verschwinden. Das gehe aus einem auf Einsparungen ausgerichteten Plan für einen Konzernumbau hervor, verlautete aus dem Lager der Arbeitnehmervertreter. Im Visier seien mehr als 200 Piloten, rund 400 Flugbegleiter und 600 bis 700 Mitglieder des Bodenpersonals. Zudem gehe es um 1300 befristete Verträge.

Vermutlich für Donnerstag oder Freitag werde ein Treffen mit den Gewerkschaften angepeilt. Die Massnahme wäre der erste umfassende Stellenabbau seit Privatisierung des Konzerns vor fünf Jahren. Damals verloren mehr als ein Drittel aller Alitalia-Mitarbeiter ihren Job.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Neuer Partner gesucht

Mit dem Konzernumbau will die Papst-Airline Alitalia den Kreisen zufolge zwischen 200 und 400 Millionen Euro einsparen. Doch damit gebe sich Grossaktionär Air France-KLM nicht zufrieden. Die Pläne seien nicht radikal genug, um das Schuldenproblem in den Griff zu bekommen, laute die Begründung. Der französisch-niederländische Konzern, der 25 Prozent an Alitalia hält, hatte sich gegen eine 300 Millionen schwere Kapitalerhöhung entschieden.

Die Italiener benötigen deshalb einen anderen strategischen Partner, der aber noch nicht in Sicht ist. Potenzielle Kandidaten wie die Lufthansa, Etihad Airways oder Aeroflot haben bisher alle gepasst.

(reuters/se)