Der Telekommunikationskonzern Telefónica Deutschland (O2) hat den geplanten Abbau von 1600 Arbeitsplätzen bestätigt. Nach der Übernahme von E-Plus gehe es vor allem darum, Doppelfunktionen zu streichen, erklärte das Unternehmen am Freitag in München.

«Nach dem Vollzug der Übernahme der E-Plus Gruppe legt der Vorstand von Telefónica Deutschland Eckpunkte für die bevorstehende Integration vor», heisst es in der Medienmitteilung.

Fast 20 Prozent der Belegschaft auf der Strasse

«Ziel ist es, den Zusammenschluss als Hebel für die digitale Transformation des Geschäftsmodells zu nutzen. Zugleich sollen die geplanten Massnahmen dazu beitragen, die angekündigten Synergien von mehr als fünf Milliarden Euro zu realisieren», schreibt das Unternehmen weiter.

Konkret bedeutet das: 1600 Stellen werden gestrichen. Das sind fast 20 Prozent der Belegschaft. Insgesamt hat der Konzern 9100 Arbeitsplätze.

Abfindungsprogramm angekündigt

«Telefónica Deutschland strebt ein Abfindungsprogramm für ausscheidende Mitarbeiter an», so das Telekom-Unternehmen und ergänzt: «Betriebsbedingte Kündigungen sollen soweit möglich vermieden werden.» Der Stellenabbau betreffe sowohl Telefónica Deutschland mit Sitz in München als auch E-Plus in Düsseldorf.

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Einen weiteren grossen Standort hat das Unternehmen in Hamburg, wo auch das Festnetzgeschäft angesiedelt ist. Alle drei Standorte sollen aber weiterhin erhalten bleiben. Insgesamt hat der Konzern 9100 Arbeitsplätze.

(awp/ise/gku)