Der Preisanstieg bei Kakaobohnen wird über einen höheren Schokoladepreis auf die Konsumenten umgewälzt werden. «Das Konjunkturumfeld ist gut, weshalb eine Preiserhöhung einfacher an den Detailhandel und die Konsumenten weitergegeben werden kann», sagt Patrik Schwendimann, Analyst bei der ZKB. Rund 75–80% des Geschäfts von Barry Callebaut sind in Verträgen fixiert, in denen die Rohstoffpreise abgesichert sind, erklärt James Amoroso von Helvea. «Im Prinzip gibt es daher durch die Erhöhung des Kakaopreises keinen negativen Einfluss auf die Erfolgsrechnung», so der Analyst. Barry Callebaut ist aber vor allem durch das Preisverhältnis von Kakaobutter und Kakaopulver betroffen. Falle dieses tiefer aus als der Preis für Bohnen, führe das zu Margenschwankungen, so Amoroso weiter.

Auch Lindt & Sprüngli ist durch vertraglich fixierte Preise geschützt, sagt Maximilian Münch, Analyst der UBS. Preisschwankungen beim Kakao seien zudem mit der Positionierung im Hochpreissegment leichter abzufedern. Zumindest das Halbjahresergebnis des Traditionsunternehmens wird nicht betroffen, schätzt auch die ZKB. «Ein allfälliger leicht negativer Einfluss ist erst 2008 zu spüren», so Patrik Schwendimann. Die Analysten sehen keinen Grund, ihre Prognosen zu revidieren. Einen Einfluss auf die Kursentwicklung dürften zudem die Spekulationen um eine Übernahme des Pralinenherstellers Godiva haben.