Die Kantonalbanken haben dem tiefen Zinsniveau im vergangenen Jahr mit einer Ausweitung ihrer Geschäftsvolumina getrotzt. Alle 24 Kantonalbanken haben zusammen einen Ertrag aus dem Zinsengeschäft von 5,4 Milliarden Franken erzielt. Dies entspricht etwa dem Vorjahresniveau.

Hintergrund dieser Zahl ist ein Anstieg der verwalteten Kundengelder um 7,9 Prozent. Wie viel neu zugeflossene Kundengelder zum Anstieg beitrugen, wies der Verband Schweizer Kantonalbanken nicht aus. Gemäss seinem Communiqué verwalteten die Kantonalbanken Ende 2012 kumuliert aber Vermögen in Höhe von 326,7 Milliarden Franken. Die Ausleihungen an Kunden stiegen ebenfalls an, und zwar um 4,9 Prozent auf 358 Milliarden Franken. 303,7 Milliarden Franken oder knapp 85 Prozent davon waren Hypotheken.

Anders als der Zinserfolg waren die Erträge der Kantonalbanken aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft leicht rückgängig (-0,5 Prozent). Mit 2 Milliarden Franken tragen sie aber auch deutlich weniger zum Ergebnis der auf die einzelnen Kantone ausgerichteten Finanzinstitute bei. Im noch unbedeutenderen Handelsgeschäft stieg der kumulierte Erfolg um 9,5 Prozent auf 0,9 Milliarden Franken.

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Die Bruttogewinne der Kantonalbanken summierten sich auf knapp 4,0 Milliarden Franken, wobei der Sachaufwand im Vergleich zu 2011 um 0,9 Prozent gesenkt werden konnte, der Personalaufwand aber um 6,0 Prozent stieg. Letzteres war aber hauptsächlich auf die Zürcher Kantonalbank zurückzuführen, die eine einmalige Einlage in ihre Pensionskasse vornahm.

Unter dem Strich blieb den 24 Kantonalbanken zusammengenommen ein Gewinn von 2,6 Milliarden Franken, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 2,2 Prozent entspricht. Dafür mitverantwortlich waren etwas höhere Abschreibungen auf dem Anlagevermögen sowie deutlich höhere Wertberichtigungen und Rückstellungen.

(muv/sda)