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Kantonalbanken: Mehr Lobbying im Bundeshaus

Im Bundeshaus sollen bald zwei zusätzliche Interessenvertreter für die Kantonalbanken weibeln. (Bild: Keystone)

Die Kantonalbanken fühlen sich in der Wandelhalle untervertreten. Deshalb will der Kantonalbankenverband künftig mehr selbst lobbyieren und schliesst sich einer zusätzlichen Interessenvertretung an.

Veröffentlicht am 20.01.2013

Die 24 Kantonalbanken wehren sich gegen die Finanzmarktpolitik des Bundesrats. Um ihre Interessen besser zu vertreten, werden sie über ihren nationalen Verband Unterstützungsmitglied beim Gewerbeverband.

«Der Gewerbeverband ist für uns ein natürlicher Partner. In vielen Kantonen arbeiten wir bereits eng zusammen, und wir haben ein ähnliches Verständnis einer guten Wirtschaftspolitik», sagt Hanspeter Hess, Direktor des Kantonalbankenverbands, der «NZZ am Sonntag».

Beim Gewerbeverband ist der neue Partner willkommen. «Wir müssen etwas unternehmen zum Schutz der kleinen und mittleren Unternehmen auf dem Finanzplatz. Einige anstehende Vorlagen in der Bundespolitik bergen für sie grosse Probleme», sagt Direktor Hans-Ulrich Bigler. Konkret weibelt der Gewerbeverband gegen «Regulierungskosten-Fallen», welche die Finanzreformen von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf seiner Meinung nach bergen.

Künftig mehr Lobbying in eigener Sache

Der Kantonalbankenverband will zudem auch selbst aktiv in Bern für seine Interessen lobbyieren. «Wir bauen unseren Bereich Public Affairs deutlich aus. Derzeit suchen wir dafür zwei Personen», sagt Hess.

Die Lobbyarbeit haben die Kantonalbanken bisher der Bankiervereinigung überlassen, bei der sie Mitglied bleiben. «Die Interessen in der Bankenbranche gehen teilweise weit auseinander. In den Positionen der Bankiervereinigung sehen wir uns nicht mehr immer ganz abgebildet», so Hess weiter.

(jev)

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