Die 24 Kantonalbanken in der Schweiz haben 2013 zusammen 2,65 Milliarden Franken Gewinn geschrieben. Trotz der tiefen Zinsen konnten sie sich um 1,3 Prozent steigern. Sie kompensierten den Rückgang im Zinsgeschäft zum Teil mit anderen Geschäften. Vor allem aber sparten sie.

Der Bruttogewinn der 24 Institute stieg um 3,1 Prozent auf 4,09 Milliarden Franken, wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) mitteilte. Die tiefen Zinsen der Nationalbank stellten die Banken vor grosse Herausforderungen, hiess es.

Das Geschäft mit Zinsen, also das Ausleihen von Kundengeldern für Hypotheken oder anderen Krediten, ist das Hauptgeschäft der meisten Kantonalbanken. Der VSKB beziffert den Anteil des Zinsgeschäfts am Gesamtertrag mit 62,3 Prozent.

Betriebsertrag sinkt leicht

Der gesamte Betriebsertrag der Kantonalbanken ist im vergangenen Jahr um 1 Prozent auf 8,54 Milliarden Franken gesunken, was massgeblich am Zinserfolg liegt, der um 2 Prozent auf 5,32 Milliarden Franken zurückging. Der Handel brachte 816,1 Millionen Franken, 10,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Kommissionen und Dienstleistungen stiegen dafür um 0,6 Prozent auf 2,04 Milliarden Franken. Der übrige Erfolg der Kantonalbanken stieg um 42 Prozent auf 357 Millionen Franken. Die Wertberichtigungen und Rückstellungen verdoppelten sich auf 555,8 Millionen Franken.

Wachstum dank Einsparungen

Gewinnsteigerungen erreichten die Banken auch dank Sparübungen. Die 24 Banken senkten ihren Geschäftsaufwand um rund 200 Millionen Franken auf 4,5 Milliarden Franken, wobei der Personalaufwand stärker sank als der Sachaufwand. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verringerte sich um 1,9 Prozentpunkte auf 52,2 Prozent.

Über die Hälfte des Gewinns ging an die staatlichen Eigentümer der Banken: In Form von Gewinnablieferungen, Entschädigungen für das Eigenkapital, Dividenden, Abgeltungen der Staatsgarantie und Steuern flossen an die Kantone und Gemeinden 1,5 Milliarden Franken.

(sda/dbe/vst)