Wegen höherer Personalkosten haben die 24 Kantonalbanken im ersten Semester 2012 etwas weniger Gewinn eingefahren als im Jahr davor. Das Minus betrug 2,4 Prozent, unter dem Strich lag der Gewinn bei 1,3 Milliarden Franken. Der Betriebsertrag wuchs um 3,3 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken.

Die Halbjahresbilanz wurde durch eine einmalige Einlage in die Pensionskasse der Zürcher Kantonalbank gedrückt. Ohne diese wäre der Personalaufwand nur um 1,5 statt um 11,8 Prozent gestiegen, wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) am Montag mitteilte.

Wichtigstes Standbein blieb das Zinsgeschäft: Dieses legte erneut zu - um 2,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken. Dennoch bezeichnet der VSKB das anhaltend tiefe Zinsniveau als «fordend».

Nach einem Taucher im letzten Jahr handelten die Staatsinstitute wieder erfolgreicher an den Börsen. Im Handelsgeschäft resultierte ein sattes Plus von 25,4 Prozent. Mit den Kommissionen und Dienstleistungen verdienten sie hingegen 3,6 Prozent weniger.

Die Kundengelder haben um 3,2 Prozent auf 312,7 Milliarden. zugenommen. Bei den Hypothekarforderungen hat sich das Wachstum hingegen etwas verlangsamt auf 295,9 Milliarden. Franken (+2,4 Prozent). Im Geschäftsjahr 2011 lag dieses Wachstum noch bei knapp 6 Prozent.

Die Kantonalbanken sehen in der Verlangsamung ihren Beitrag, den Überhitzungsbefürchtungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Rechnung zu tragen. Die Bilanzsumme belief sich Ende Juni auf 490,2 Milliarden Franken.

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Besorgt äussert sich der Verband über die stockende Konjunktur und die Regulierungsvorhaben, die auf internationaler Ebene betrieben würden. Eine sichere Prognose für das Jahr sei schwierig; der VSKB sei aber «vorsichtig optimistisch» und erwarte ein Gesamtjahresgewinn in etwa gleicher Höhe wie 2011.

(chb/sda)