Conrad E. Müller (53), seit 1. Mai 2008 CEO des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB) und damit Chef von knapp 850 Angestellten und Herr über ein Jahresbudget von rund 100 Mio Fr., hat seinen Abschluss bei Rochester-Bern vor über zehn Jahren gemacht, weil der Facharzt für Kinderchirurgie FMH schon damals wusste: «Die Komplexität des heutigen Gesundheitswesens verlangt auch von Ärzten mehr und mehr ökonomische Fertigkeiten.» Diese habe er während seines herausfordernden sowie anspruchsvollen Executive-MBA-Programms gewonnen.

160-Millionen-Franken-Neubau

Müller weiter: «Die Weiterbildung unterstützt mich jetzt bei meiner täglichen administrativen Entscheidungsfindung zum Vorteil meiner Patienten - dies trotz zunehmender Restriktionen.» Momentan beschäftigt er sich vor allem mit dem Neubau, der seit 2008 für gut 160 Mio Fr. realisiert wird. Nachdem letzte Abnahmen stattgefunden haben, wird der Neubau diesen Herbst den Nutzern übergeben. Geplant ist der Umzug des UKBB von den alten Standorten in den neuen Komplex an der Spitalstrasse in Basel-Stadt für den 29. Januar 2011.

Seine Karriere erlebte aber noch während des Executive MBA einen Schub: Von 1999 bis 2004 hat Conrad E. Müller als Chefarzt die kantonale Kinderchirurgie im Tessin aufgebaut und geleitet. Anschliessend war er vier Jahre CEO von Swisstransplant. Müller hat nebst der Neuorganisation sowie dem Umzug von Genf nach Bern Swisstransplant zur nationalen Organzuteilungsstelle entsprechend dem neu geschaffenen Transplantationsgesetz umgestaltet.

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Künftiger CFO der Axpo Holding

Martin Schwab (45), seit 2005 CFO der Selecta Group und ab 2011 CFO der Axpo Holding, hat seine Weiterbildung bei Rochester-Bern vor zehn Jahren begonnen, um sich das Rüstzeug für eine internationale Karriere zu erwerben. Deswegen strebte der national diplomierte Betriebswirtschafter HF sowie zertifizierte Experte in Accounting and Controlling einen «MBA on top» an. Kurz nach seinem Abschluss zog es den Berner 2002 nach London an den Hauptsitz der Compass Group, die 2001 die Selecta Group in der Schweiz übernommen hatte.

«Der MBA half mir, die einzelnen Teile und Stücke zu einem Ganzen zusammenzusetzen», sagt er rückblickend. Während Mar- tin Schwab in Grossbritannien als Group Management Reporting Manager wirkte, kehrte er 2004 als Finance Director der Schweizer Niederlassung der Compass Group in seine Heimat zurück, um 2005 die Stelle als CFO der Selecta Group zu übernehmen.

Schwab war massgeblich daran beteiligt, als 2007 die Selecta Group für 772,5 Mio Pfund an den Beteiligungsfonds Allianz Capital Partners verkauft wurde. Heute beschäftigt das Unternehmen über 5500 Angestellte und erzielt einen Jahresumsatz von rund 750 Mio Euro. Mit mehr als 150 000 Verkaufspunkten in 24 Ländern ist die Selecta Group der grösste Anbieter von Zwischenverpflegungen aus Automaten in Europa.