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Karstadt-Chef Fanderl schreibt den Angestellten

Stephan Fanderl: Harte Hand bei der Sanierung von Karstadt.  Keystone

Stephan Fanderl fordert von seinen Untergebenen mehr Einsatz und will leistungsorientierte Gehälter einführen. Schon früher war bekannt geworden, dass mindestens sechs Standorte geschlossen werden.

Veröffentlicht am 01.11.2014

Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl fordert einem Zeitungsbericht zufolge von den rund 17'000 Mitarbeitern mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten und bringt stärker an Leistung orientierte Gehälter ins Gespräch. «Wir müssen Service dann anbieten, wenn unsere Kunden ihn nachfragen.

Und wir werden über leistungsorientierte Gehaltsbestandteile nachdenken», zitiert die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» am Samstag aus einem Brief Fanderls an die Mitarbeiter der Warenhauskette.

«Die Zeit ist knapp»

Dabei setze er neben Änderungen bei Preisen und Sortimenten auch auf zwei verschiedene Kaufhaustypen: ein Kaufhaus für den Erlebniskauf und eines für die Nahversorgung. Den defizitären Filialen setze Fanderl eine Frist. Bis Mitte 2015 solle dort die Wende geschafft sein. «Die Zeit ist knapp», schreibt er laut dem Blatt.

Fanderl hatte vor rund einer Woche die Karstadt-Führung übernommen. Dabei kündigte er eine Rosskur an, um den mit Verlusten und Umsatzrückgängen kämpfenden Traditionskonzern wieder in die schwarzen Zahlen führen.

Mindestens sechs Standorte machen dicht

Für sechs Standorte, darunter Warenhäuser in Stuttgart und Hamburg, ist das Aus im kommenden Jahr bereits beschlossene Sache. Weitere zehn der 83 Warenhäuser stehen demnach auf der Kippe.

(reuters/gku)

 

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