Rückschlag für die Novartis-Tochter: Sandoz hatte dem deutschen Unternehmen Bayer vorgeworfen, ein Monopol auf dem US-Markt für Verhütungspillen zu haben. Aus diesem Grund hatte der Konzern Kartellklage eingereicht. Diese wurde nun zurückgewiesen.

Bezirksrichter Paul Gardephe nannte diese Argumentation spekulativ. Sandoz sei es nicht gelungen, die Anschuldigungen zu beweisen.

Der Marktanteil von Bayer liege bei lediglich 29 Prozent und damit deutlich unter den von Sandoz geschätzten 59 Prozent. Dem Urteil zufolge darf Sandoz die Anschuldigungen nicht noch einmal vor Gericht bringen. Der Fall hatte sich drei Jahre lang hingezogen.

Auf den Tag genau vor einem Jahr war Bayer in einem anderen Rechtsstreit um Yasmin unterlegen. Es war ebenfalls Richter Gardephe, der eine Patentklage des Leverkusener Konzerns gegen die US-Firma Watson Pharmaceuticals und Sandoz abgewiesen hatte. Bayer wollte verhindern, dass die Rivalen billige Nachahmermittel auf den Markt bringen.

(laf/tno/sda)