Das warme Wetter und der ständige Föhn schlagen brutal auf die Rechnung der Bergbahnen. Im Februar sind die Besucherzahlen mit einem Minus von 11,6 Prozent regelrecht eingebrochen, wie die «Sonntags Zeitung» berichtet. Am schlimmsten trifft es das Bündnerland (–13 Prozent) und das Wallis (–16 Prozent). Dies, nachdem der Trend seit Jahren nach unten gezeigt hat. Auf die ganze Saison gerechnet, resultiert im Schnitt ein Minus von über 10 Prozent.

Weniger Geld bleibt in den Alpen

Einzige Ausnahme ist das Tessin, dort haben die Bahnen wegen des vielen Schnees im Februar ein leichtes Plus, für die ganze Saison resultiert aber auch hier ein Minus. Wegen des geringen Gästeaufkommens bleibt auch deutlich weniger Geld in den Alpen. Die Umsätze gingen um über 5 Prozent zurück, in einigen Regionen, zum Beispiel in der Surselva, zu der auch Laax gehört, sind die Einbrüche im zweistelligen Bereich. Trotz den leeren Kassen wird in den Bergen kräftig investiert.

Grosse Investitionen

Arosa und Lenzerheide haben zusammen 50 Millionen Franken ausgegeben, um ihre Skigebiete zusammenzuschliessen, in der Region Gstaad/Saanenland sind Bahnen für 262 Millionen Franken geplant. Fachleute sprechen von einem teuren Wettrüsten. Jürg Schmid von Schweiz Tourismus sagt hingegen: «Ich glaube, dass man investieren muss, sonst ist der Trend nicht zu kehren.» Dies notfalls mit finanzieller Hilfe der Gemeinden.

(tke)