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Katastrophenjahr: Historisch hohe Kosten für Versicherer

Verheerende Tsunami in Japan: dort kamen die meisten Menschen um. (Bild: Keystone)

Nie in der Geschichte sahen sich die Versicherer höheren Kosten durch Erdbebenschäden gegenüber. Das hat eine Studie der Swiss Re ergeben. Und auch sonst sieht es nach einem teuren Jahr für die Versic

Von Laura Frommberg
am 09.09.2011

Das laufende Jahr wird gemäss Schätzungen des Rückversicherers Swiss Re das mit den höchsten versicherten Erdbebenschäden der Geschichte sein. Betrachtet man die Schäden durch Katastrophen ist es laut der «sigma-Studie» bereits jetzt dass zweitteuerste Jahr überhaupt.

Die Schätzungen von Swiss Re haben ergeben, dass sich die versicherten Schäden aus Natur- und «man-made»-Katastrophen allein im ersten Halbjahr schon auf 70 Milliarden Dollar belaufen. Das ist mehr als doppelt so viel wie im vergleichbaren Zeitraum 2010.

Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres betrugen sie 29 Milliarden Dollar.  Kostspieliger war lediglich das Jahr 2005, in dem die Hurrikane Rita, Katrina und Wilma allein einen Schaden von etwa 90 Milliarden US-Dollar anrichteten. «Die Schäden, die sich aus der laufenden US-Hurrikan-Saison ergeben haben, aber auch eventuelle Winterstürme in Europa haben das Potential, die Zahlen nah an die 120 Milliarden des Jahres 2005 heran zu bringen», so Swiss-Re-Chefökonom Thomas Hess in einem Communiqué

Der gesamtwirtschaftliche Verlust beträgt laut der Swiss Re-Katastrophenbilanz 287 Milliarden Dollar.  Rund 26'000 Menschen verloren bei den verheerenden Katastrophen ihr Leben, die meisten davon bei der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan am 11. März.

(vst)

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