Am 1. Mai öffnet die Weltausstellung in Schanghai ihre Tore. Von Euphorie bei der Schweizer Wirtschaft ist wenig zu spüren: Die Organisatoren haben Mühe, die Sponsoren-Loge im Schweizer Pavillon zu füllen. Die Banken etwa zeigen der Expo die kalte Schulter.

«In der Tat fehlen die Pharmaindustrie und der Finanzsektor, Letzterer wohl wegen der Finanzkrise», sagt Clelia Kanai, Sprecherin der Pavillon-Organisatorin Präsenz Schweiz. Auf Anfrage verweist die Grossbank Credit Suisse auf eigene Aktivitäten in der Region. So unterhalte die CS seit 13 Jahren mit der Asian Investment Conference in Hongkong eine eigene starke Plattform.

Roche darf Expo nicht sponsern

Ebenfalls mit Abwesenheit glänzt der Pharmakonzern Roche. Obwohl er in China 2700 Angestellte beschäftigt und ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungszentrum betreibt. Konzernsprecherin Martina Rupp begründet die Absenz mit internen Richtlinien für Sponsoring-Auftritte.

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Eine Erklärung, warum der Schweizer Pavillon nicht ganz belegt worden ist, liefert Daniel Küng, CEO der Aussenhandelsplattform Osec: «Die Schweiz präsentiert sich unter dem generellen Ausstellungsmotto ‹Better City, Better Life› eher gesamthaft und weniger über einzelne Unternehmen.» Firmen, die ihre Produkte gerne vorstellen, könnten sich für ein solches Konzept nicht sonderlich begeistern.