Ende Oktober ist Schluss für die Angestellten der Schweizer Fluglinie Belair. Für die knapp 225 Angestellten der Schweizer Fluggesellschaft gibt es laut der Muttergesellschaft Airberlin einen freiwilligen Sozialplan. Die Anstellungsgarantie hingegen scheint vom Tisch.

Im März hatte Airberlin mitgeteilt, ihre Schweizer Tochter Belair Ende Oktober zu liquidieren. Damals hiess es, alle Mitarbeiter der Belair hätten eine Anstellungsgarantie über zwölf Monate und erhielten Job-Angebote im Umfeld der neuen Airberlin.

Freiwilliger Sozialplan

Davon ist nun keine Rede mehr. Am Montag und Dienstag wurde den Mitarbeitern ein freiwilliger Sozialplan vorgestellt, wie Airberlin am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Zuvor hatten verschiedene Medien über die Mitarbeiterversammlungen berichtet.

Freiwillig ist der Sozialplan deshalb, weil wegen Abgängen die Zahl der Mitarbeitenden von 285 auf unter 250 gefallen ist. Die Details würden nicht öffentlich kommentiert, schreibt Airberlin.

Kündigungsschreiben noch im April

Airberlin und die Unternehmensführung der Belair stünden derzeit in engem Austausch mit den Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretern in der Schweiz und in Deutschland, hiess es weiter.

Laut verschiedenen Medienberichten sollten noch im April die Kündigungsschreiben verschickt werden. Anstelle der zunächst angekündigten Jobgarantie bis März 2018 solle es nun aber eine Abfindung geben. Ab November erhielten die Beschäftigten dann weitere sechs Monatslöhne ausbezahlt.

Co-Piloten und Flight Attendants könnten per November zudem zur Airberlin wechseln und erhielten dafür eine «Umzugspauschale» von 5000 Euro, hiess es weiter. Für die Piloten hingegen gelte das nicht.

(sda/gku)
 

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