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Dentaltechnik
Kein Optimismus mehr bei Straumann

Marco Gadola, der neue Chef von Straumann: Sieht die Zukunft weniger rosig als seine Vorgänger. (Bild: Keystone)

Der Hersteller von Zahnimplantaten ging bisher von zu optimistischen Prognosen aus. Der neue Chef Marco Gadola korrigiert dieses Bild. Den grossen Plänen seiner Vorgänger hat er abgeschworen.

Veröffentlicht am 25.08.2013

Der neue Chef des Dentalkonzerns Straumann, Marco Gadola, wirft seinen Vorgängern vor, lange Zeit übertrieben optimistisch gewesen zu sein. «Tief in den Köpfen der Entscheidungsträger unserer Branche steckte der Glaube, dass unser Geschäft wachsen wird, egal was rundherum passiert», sagte Gadola der «NZZ am Sonntag» in einem Interview.

«Es brauchte Zeit, um sich von diesen Vorstellungen zu verabschieden und den Blick für die Realität zu bekommen.» Gadola hält nicht an den im Geschäftsbericht 2012 formulierten Zielen fest, bis 2020 Umsatz und Mitarbeiterzahl verdoppelt zu haben.

Billiglinie für mehr Marktanteil

«Mir wurde aufgetragen, mittelfristig eine operative Gewinnmarge von mehr als 20 Prozent herauszuholen», sagt er dagegen. Das Unternehmen möchte auch im mittleren Preissegment die Nummer eins werden. Um dies zu erreichen, plant Gadola Preissenkungen, Zukäufe und in einigen Ländern eine Einführung der Marke Neodent als zweite, billigere Linie.

(jev)

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