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Unfall
Keine Ölpest nach Brand auf Plattform erwartet

Brennende Ölplattform: Vier Tote aber keine Ölpest. Keystone

Auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko hat sich eine schwere Explosion mit mehreren Toten ereignet. Nach Angaben der Betreiber konnte das Feuer gelöscht werden. Öl sei nicht ausgetreten.

Veröffentlicht am 02.04.2015

Fünf Jahre nach der «Deepwater Horizon»-Katastrophe ist am Mittwoch erneut eine Bohrinsel im Golf von Mexiko explodiert. Vier Menschen starben. Nach Angaben des Betreibers Pemex lief kein Öl ins Meer und das Feuer wurde gelöscht.

Rettungsschiffe hätten den Abfluss von Öl aus der Bohrinsel «Abkatun Permanente» verhindert, teilte der Staatskonzern Pemex mit. Auch sei das Feuer am Mitwochabend (Ortszeit) gelöscht worden, schrieb die Firma auf ihrem Twitter-Account. Mindestens vier Menschen waren nach Behördenangaben bei dem Unfall vor der südöstlichen Küste Mexikos ums Leben gekommen. Weitere 16 seien verletzt worden.

Pemex dementiert Kollaps der Plattform

Bis zu zehn Schiffe waren stundenlang im Einsatz gewesen, um das Feuer auf der «Akbatun» unter Kontrolle zu bringen. Pemex dementierte Medienberichte, wonach die Flammen die Bohrinsel zum Kollaps gebracht hätten. Laut der Firma mussten nach dem Ausbruch des Feuers insgesamt 302 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Zwei der Opfer sind nach Pemex-Angaben im kritischen Zustand. Beide sollten in ein Spital in Mexiko-Stadt verlegt werden. Die anderen Verletzten würden in Spitälern der Stadt Ciudad del Carmen im benachbarten Bundesstaat Campeche behandelt werden.

Ursache für Explosion unklar

Die Ursachen des Unglücks in der Bucht von Campeche im Süden des Golfs von Mexiko waren zunächst unklar. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer bei den Pump- und Entwässerungsanlagen der Plattform ausgebrochen.

Die Umweltorganisation Greenpeace forderte ein Ende der Ölförderung auf See. Die Explosion zeige erneut, wie gefährlich diese Art Arbeiten seien. «Fünf Jahre nach dem schweren Unfall der « Deepwater Horizon» muss man leider feststellen, dass Unfälle nicht auszuschliessen sind und jederzeit passieren können», schrieb Greenpeace.

Erinnerungen an 2010 geweckt

Elf Arbeiter waren 2010 bei einer Explosion auf der Bohrinsel «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko gestorben. Das Unglück löste die bis dahin schwerste Ölpest in der Geschichte der USA aus.

(sda/gku/moh)

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