150 Mitarbeiter von Polizei und Armee durchkämmten in den letzten Tagen die Region im Süden Frankreichs. Unterstützt wurden sie von vier Helikoptern. Ohne Erfolg. Vom Chef des Elektronikunternehmens Elma fehlt weiterhin jede Spur. Nun fuhren die Hilfskräfte ihre Suche herunter, wie die Präfektur des französischen Departements Hautes-Alpes am Samstagmorgen bekanntgab. Weitergesucht wird nun wird mit weniger Leuten und in einem anderen Gebiet. 

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Stephan B. war am Dienstag mit einem Segelflugzeug des Typs DG800 am Flughafen Gap-Tallard in der Provence gestartet. Wie ein Freund des Vermissten dem Radiosender Alpes 1 erklärte, habe er die klassische Route «Parcours des Combattants» fliegen wollen, der zum Gipfel des 2300 Meter hohen Grand Morgon führt.

Stark bewaldete Region

Am Mittwochmorgen wurde dann Alarm ausgelöst. Wie der Präsident des Segelflughafens Aérodrome d'Aspres sur Buëch dem Sender Radio d'Ici erklärte, sei es nicht ungewöhnlich, dass man noch keine Spur vom Vermissten gefunden habe. Das Gebiet sei sehr dünn besiedelt. Zudem seien die Berge der Region sehr stark bewaldet. «Es kam schon mehrmals vor, das man jemand erst viel später fand», so der Segelflugexperte.

Die letzte Hoffnung ist nun das Handy des 56-jährigen Schweizer Managers. Zumindest bis gestern sandte es immer noch Signale aus. Sie waren allerdings «sporadisch» und «schwach», wie Präfekt Jacques Quastana erklärte. Immerhin sei es nicht zerstört worden.

Rund 680 Mitarbeitende

Elma Electronic ist ein weltweit tätiger Hersteller von sogenannten Electronic-Packaging-Produkten. Das börsenkotierte Unternehmen aus Wetzikon ZH zählt Niederlassungen in 9 Ländern auf 3 Kontinenten und macht einen Umsatz von 110 Millionen Franken. Es beschäftigt rund 680 Mitarbeitende.