Das Engagement der Swiss Re bei den angeschlagenen US-Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac hat die Investoren stark verunsichert. Dennoch ist Peter Forstmoser sicher, dass der Rückversicherer nicht noch tiefer in den Kreditsumpf gerät. «Wir haben unser gesamtes Engagement transparent ausgewiesen», sagt der Swiss-Re-VR-Präsident im Interview mit der «Handelszeitung». «Ich sehe zum heutigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte, die zusätzliche Wertberichtigungen nötig machen würden.»

Bereits früher hatte die Swiss Re für das 2. Quartal einen Korrekturbedarf von 350 Mio Fr. auf Kreditderivate wie strukturierte Credit Default Swaps angekündigt. Die Konsequenz: «Wir schliessen keine neuen Transaktionen mit strukturierten Kreditderivaten mehr ab.» Schäden gehörten zum Rückversicherungsgeschäft.

«Unser Kerngeschäft hat im Branchenvergleich starke Resultate geliefert», sagt Forstmoser weiter. Trotz der Probleme im Kreditversicherungsgeschäft sei der Konzern auf Kurs: «Wir halten an unseren längerfristigen Zielvorgaben von 10% Wachstum für den Gewinn je Aktie und einer Eigenkapitalrendite von 14% fest.» Hoffnung macht der Swiss-Re-Präsident auch den Aktionären: «Ich bin überzeugt, dass sich zuverlässi-ge Resultate über mehrere Quartale hinweg auch in unserem Börsenkurs niederschlagen müssen.» Derzeit notieren die Papiere des weltweit grössten Rückversicherers weit unter dem Buchwert von rund 83 Fr. Die tiefen Kurse werde die Swiss Re für weitere Aktienrückkäufe nutzen. «Alternativ werden wir unser Kapital für Akquisitionen und unser Kerngeschäft einsetzen, sollten sich uns attraktive Gelegenheiten bieten.»

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