Markus Semer wird neuer Chef der Luxushotelkette Kempinski. Der 39-jährige Deutsche übernimmt den Posten von Alejandro Bernabé per sofort. Zudem verlängerte Kempinski die Verträge mit dem bisherigen Finanzchef und dem Betriebschef.

Mit Semer sei ein langjähriges Geschäftsleitungsmitglied zum Chef ernannt worden, teilte Kempinski am Donnerstag mit. Seit Oktober 2014 war er Vizechef. Die Karriere beim Luxusherbergenbetreiber begann Semer 2002. In die Geschäftsleitung stieg er 2008 auf und wurde auch in den Verwaltungsrat gewählt.

Finanzchef bleibt

Als Chef soll er die Positionierung und das Wachstum der in Genf ansässigen einzigen unabhängigen europäischen Luxushotelbetreiberin gewährleisten. Kurz vor der Bekanntgabe des neuen Chefs hatte Kempinski den Abgang von Bernabé gemeldet.

Den Vertrag mit Finanzchef Colin Lubbe verlängerte die Kette vorzeitig. Er amtiert seit 2009. Betriebschef Marcus van der Wal erhielt ebenfalls eine Vertragsverlängerung für seinen 2014 angetretenen Job.

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Unschöner Streit

Mit ihren ehemaligen Chef Reto Wittwer hatte die Hotelkette eine unschöne Auseinandersetzung, die erst Anfang März einvernehmlich beigelegt wurde. Der Streit drehte sich um einen Betrugsvorwurf im Umfang von 6 Millionen Franken. Kempinski räumte ein, dass die im November in einer Medienmitteilung gegen Wittwer erhobenen Vorwürfe «bedauerlicherweise unglücklich waren und nicht hätten veröffentlicht werden sollen».

Die Kempinski-Gruppe betreibt heute 75 Fünfsterne-Häuser in 31 Ländern. Mit dem Grand Hotel des Bains in St. Moritz, dem Grand Hôtel Kempinski und dem Le Mirador in Mont-Pèlerin VD ist Kempinski auch in der Schweiz vertreten.