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Kengeter hält an Fusion mit Londoner Börse fest

Frankfurt: Der Hauptsitz der Mega-Börse soll nicht in Deutschland sein. Keystone

Der Brexit-Entscheid ändert nichts an den Hochzeitsplänen der Frankfurter und Londoner Börsen, wie beide Unternehmen bekräftigen. Den Kritikern der Fusion spielt das Ergebnis aber in die Hände.

Veröffentlicht am 24.06.2016

Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) verfolgen ihren Fusionsplan trotz des beschlossenen EU-Austritts Grossbritanniens weiter. «Wir halten unverändert an den vereinbarten Bedingungen für den Zusammenschluss fest», erklärten die beiden Unternehmen am Freitag.

Die Börsenbetreiber wollen ein Gemeinschaftsunternehmen mit rechtlichem Sitz in London schmieden. Das operative Geschäft soll wie bisher von den beiden Zentralen in Eschborn bei Frankfurt sowie London gesteuert werden. Die Deutsche Börse wird vom ehemaligen UBS-Mann Carsten Kengeter geführt.

Streit um Hauptsitz

Am Finanzplatz Frankfurt gibt es erhebliche Kritik daran, dass die Holding der neuen europäischen Superbörse in der britischen Hauptstadt angesiedelt werden soll. Auch die hessische Börsenaufsicht, die der Fusion neben etlichen anderen Aufsichtsbehörden noch zustimmen muss, hatte Zweifel geäussert, ob der Sitz in London genehmigungsfähig ist.

Die Entscheidung für den Brexit dürfte die Kritiker eher noch bestärken. Deutsche-Börse-Aufsichtsratchef Joachim Faber erklärte hingegen, das Votum der Briten mache es nun sogar noch wichtiger, die Bindungen zwischen beiden Seiten zu stärken.

(awp/ise/jfr)

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