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Kickbacks: Banken wollen nicht kooperieren

Das Private Banking der CS -seit kurzem von Rob Shafir mitgeführt - drückt sich vor Transparenz bei Kickbacks. (Bild: Keystone)

2012 stand wohl nicht zum letzten Mal eine Schweizer Bank im Zusammenhang mit Retrozessionen vor Gericht. Auch nach dem neusten Urteil pflegen viele keine Transparenz gegenüber ihren Kunden.

Veröffentlicht am 20.01.2013

Die führenden Schweizer Banken stecken Kickbacks von Fondsgesellschaften mehrheitlich weiterhin in die eigene Tasche. Mit Ausnahme der Zürcher Privatbank Globalance und der Migros-Bank ist kein Institut bereit, Retrozessionen freiwillig direkt an die Kunden weiterzuleiten, schreibt die «Sonntagszeitung».

Um sich gegen Rückzahlungen  zu schützen, legen die Banken zudem die Bestimmungen einseitig zu ihren Gunsten aus – was wohl weitere Prozesse zur Folge haben wird. Dies zeigt eine Umfrage der «Sonntagszeitung» bei 17 Banken. Den Auftrag der Finanzmarktaufsicht (Finma), dem Bundesgerichtsentscheid von Ende November «umgehend Rechnung zu tragen» und alle betroffenen Kunden zu informieren, führen die Banken nur zögernd aus.

Der «Sonntagszeitung» liegt ein Schreiben der Credit Suisse (CS) an einen Private-Banking-Kunden vor, der Auskunft über die Höhe der Retrozessionen verlangte. Die CS teilt einzig mit, sie informiere «seit Jahren transparent bezüglich erhaltener Entschädigungen von Produktanbietern». Auf die konkrete Höhe der Retrozessionen geht sie mit keinem Wort ein.

(jev)

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