2010 sind dem Chef der Grossbank Credit Suisse, Brady Dougan, mehr als 90 Millionen Lohn Franken ausbezahlt worden. In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Fernsehens SRF bezeichnete dies CS-Verwaltungsrat Walter Kielholz rückblickend als «Fehler».

Kielholz ist nicht der erste mit dieser Kritik, Mitte Oktober bemängelte auch CS-Präsident Urs Rohner im «Tages-Anzeiger» Dougans Millionenpaket: «Im Nachhinein muss man sagen, dass der Hebel viel zu hoch war.»

Mittlerweile seien Obergrenzen eingeführt worden, die eine solche Vergütung nicht mehr erlauben würden, sagte Kielholz in einem Gespräch über Brady Dougan und die 1:12-Initiative. Das Interview wird am Montagabend gesendet und wurde bereits zuvor auf dem Internet veröffentlicht.

Kielholz war von 2003 bis 2009 CS-Verwaltungsratspräsident und in dieser Funktion für die provokant hohe Vergütung mitverantwortlich.

(sda/chb)