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Kioskbetreiberin Valora will Kredite vergeben

Kiosk in Bern: Die Kiosk-Mutter Valora will Konsumkredite vergeben. Keystone

Die Glarner Kantonalbank bestätigt: Das Institut ist in Verhandlungen mit Valora. Die Kioskbetreiberin will mit Hilfe des Geldhauses ins Geschäft mit Konsumkrediten vordringen.

Veröffentlicht am 17.06.2015

Der Umbau bei Valora geht weiter. Bald schon könnte die Kioskbetreiberin auch ins Geschäft für Konsumkredite einsteigen. Valora verhandelt in diesem Zusammenhang mit der Glarner Kantonalbank (GLKB), welche die Finanzierung bereitstellen soll.

Die GLKB teilte am Mittwoch mit, dass die Bank mit der Valora Gruppe Gespräche über eine strategische Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung von Finanzdienstleistungen führt.

Neu gegründete Fintech-Firma

Laut Communiqué stehen die Verhandlungen im Zusammenhang mit dem von Valora neu gegründeten Schweizer Fintech-Unternehmen. Das Unternehmen fokussiere vor allem auf Angebote für Online-Finanzdienstleistungen, unter anderem auch im Kreditbereich.

Damit bestätigte die GLKB indirekt einen Bericht des Nachrichtenportals Finews.ch. Demnach will Valora ihr landesweites Kiosknetz für Konsumkreditgeschäfte nutzen. Valora selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Zusätzliches Standbein

Die Verbindung von physischer und digitaler Verkaufswelt sehen die Konzernverantwortlichen von Valora schon länger als Chance. Bereits heute bietet der Konzern an seinen Kiosken einige Finanzdienstleistungen wie Geldtransfer und Kartengeschäfte an.

Mit dem Einstieg ins Geschäft mit Privatkrediten könnte sich Valora ein zusätzliches Standbein aufbauen. Denn das Geschäft an den Zeitungs- und Bücherverkaufsstellen (Press&Books) ist rückläufig. «Der Presseschwund wird weitergehen», prognostizierte Konzernchef Michael Mueller im März anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen.

(sda/ise/ama)

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