Im Gespräch mit der «Handelszeitung» erteilt Kiss-Bassist Gene Simmons einem Börsengang seiner Band eine Absage: Man habe darüber nachgedacht, sei aber davon abgekommen: «Das Problem ist, dass plötzlich ein Aktionär, zum Beispiel ein Zahnarzt aus Zürich, an die Generalversammlung kommen und uns ins Geschäft reinreden könnte. Das mag ich gar nicht.»

Einem Verkauf der Band sei man grundsätzlich nicht abgeneigt: «Würde jemand mehrere Milliarden offerieren, könnte man darüber sprechen. Eine Milliarde allein reicht ganz sicher nicht.»

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5000 Merchandisingartikel

Die 1973 gegründete US-Band, die über 100 Millionen Tonträger verkauft hat, verdient heute am meisten Geld mit Konzerten: «Das ist der schnellste Cash». Sei man nicht auf Tournee, spülten Fan-Artikel am meisten Geld herein. Kaum eine Rockband hat ihr Geschäft so monetarisiert wie Kiss. Rund 5000 Merchandisingartikel hat die Gruppe am Markt. Der Verkauf von Musik sei heute keine Einnahmequelle mehr, sondern bloss noch ein Promotionsvehikel: «Es waren die Fans, die mit File Sharing und illegalen Downloads die Sache killten, die sie doch eigentlich lieben. Simple Sache: Was gratis ist, hat keinen Wert.»

Simmons spricht mit der «Handelszeitung» über sein neues Buch, gibt Tipps für mehr Erfolg im Leben und nennt den grundsätzlichen Glücklichmacher im Leben: «Geld ist alles.»

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