Dailies, Focus Visitint oder Elegance Opaque – so heissen die meist verkauften Tages-, Monats- und Jahreslinsen von Mr Lens. Mittlerweile kann die Kundschaft zwischen 95 verschiedenen Linsen auswählen – und das Sortiment wird immer grösser, denn neue Produkte im Linsenbereich werden sofort ins Angebot aufgenommen. Seit 2007 können Produktwünsche via Internet beim Unternehmen deponiert werden. «Seither hat sich die Anzahl der Anfragen vervierfacht», sagt Markus Falb, Gründer und Geschäftsführer von Mr Lens. Wichtig sei, dass Markenprodukte im Sortiment sind. «Die kennt der Kunde und er weiss, was er bekommt», begründet Falb. Der Erfolg gibt ihm Recht: 2007 bediente Mr Lens jeden Monat 1200 neue Kunden.

Dass Markus Falb ausgerechnet einen Onlineshop für Linsen eröffnet hat, bezeichnet er selber als «Unfall». Eines Tages bat ihn eine Kollegin, ihre Linsen beim Optiker abzuholen. Diese kosteten 140 Fr. Falb schien der Preis zu hoch. Zudem fand er den Ablauf von der Bestellung bis zum Abholen der Linsen gerade für Berufstätige sehr umständlich. Deshalb beschloss er, dass die Linsen einfacher zugänglich gemacht werden müssten, und sah dabei das Internet als geeignetes Instrument. So begann er, einen Shop aufzubauen, und nahm die ersten 100 Packungen an Lager. Diese reihte er auf dem Fenstersims auf. «Die werde ich nie mehr los», dachte sich Falb damals. Doch er täuschte sich: Die Kontaktlinsen waren in Kürze verkauft. Heute treffen monatlich 5500 Bestellungen ein.

Santésuisse half mit

Für einen ersten Wachstumsschub sorgte der Tarifvertrag mit Santésuisse, dem Branchenverband der schweizerischen Krankenversicherer. Dieser Vertrag sowie im Konkurrenzvergleich tiefere Margen erlauben es dem Zuger KMU, billiger zu sein als seine Mitbewerber. Mittlerweile ist es die Nummer eins der Online-Kontaktlinsenshops der Schweiz.

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Mr Lens hat zudem die grösste Auswahl und liefert 93% aller Bestellungen ab Lager. Dies verkürzt die Lieferfristen. Bei Fragen stehen geschulte Berater zur Verfügung. Auf der firmeneigenen Internetseite bietet Mr Lens Antworten auf die 30 häufigsten Fragen rund um Kontaktlinsen.

Der Kunde kann sich beispielsweise auch eine Erinnerung zukommen lassen, damit er rechtzeitig seine Linsen nachbestellt. Diese Nachbestellungen können durch das Erstellen eines Benutzerkontos deutlich vereinfacht werden.

Im 2. Quartal 2008 (und damit rechtzeitig vor den grossen Sommerferien) will Gründer und Geschäftsführer Markus Falb auch einen Linsenpass lancieren. Dieser soll bestellt oder ausgedruckt werden können und Informationen wie Name der Linse, das Pflegemittel oder die Dioptriestärke beinhalten.

Falb sieht einen weiteren Pluspunkt für sein Unternehmen in der laufenden Kooperation mit der Fluggesellschaft Swiss: Vielflieger können sich bei jedem Einkauf im Online-Kontaktlinsenshop pro Franken eine Meile bei Swiss gutschreiben lassen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, Linsen oder Pflegemittel durch ihre gesammelten Flugmeilen einzutauschen. «Dieses Angebot wird immer mehr in Anspruch genommen», hat Markus Falb beobachtet.

Als «sehr positiv» bezeichnet Falb auch die aktuelle Zusammenarbeit mit Stushop.ch, einem Rabattportal für Schüler und Studenten mit Sitz in Luzern. Registrierte Stushop.ch-Benützer erhalten nicht nur tiefere Preise, sondern können bei jedem Linsenkauf Punkte sammeln. Diese werden ihnen auf ihr Bankonto bei einer der Innerschweizer Kantonalbanken gutgeschrieben. Ein solcher Punkt entspricht 1 Rp.

Wachstum im Osten

Hatte Mr Lens zu seinen ursprünglichen Anfangszeiten noch zu wenig Geld für Marketingaktivitäten zur Verfügung, ist dieser Budgetposten heute gar nicht mehr notwendig. Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniere bestens, begründet Falb diesen Entscheid. «Das Geschäft läuft sehr gut», betont er, «und vor den Sommerferien nehmen die Bestellungen jeweils noch zu.» Mr Lens hat heute insgesamt rund 60000 Kunden.

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Ab diesem Frühling sollen die Geschäfte nun nach Österreich ausgeweitet werden. Markus Falb arbeitet dafür mit einem Partner zusammen, der im östlichen Nachbarland verkaufsstützend tätig ist und auch über persönliche Kontakte in Polen, in Tschechien oder der Slowakei verfügt.

Das Badezimmer soll folgen

«Hier sehe ich die Segmente der Zukunft», so Falb. Geplant sind auch der Ausbau des Onlineshops sowie eine starke Ausweitung des Produktsegments rund um das Badezimmer.

Weiter dürfte Mr Lens zusätzlich schon bald im Hintergrund als Dienstleister für Dritte aktiv werden. Anfragen von namhaften Ketten sind Falb bereits zugestellt worden. Und da Mr Lens neue Linsen jeweils sofort ins Sortiment aufnimmt, hat er sich auch für die anstehende Fussball-Europameisterschaft in der Schweiz und in Österreich bestens gerüstet: In der Kategorie der Funlinsen sind bereits Fussball-Linsen erhältlich.

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