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«Klare Vision bei der Positionierung der Mall»

Mall of Switzerland: Regionale und internationale Geschäfte buhlen seit kurzem um Kunden. Keystone

Seit einigen Tagen empfängt die Mall of Switzerland Kunden. Nikolas Löhr ist einer der Köpfe hinter dem neuen Shopping-Center. Über den richtigen Grad an Swissness und unvermietete Flächen.

Von Denise Weisflog
am 10.11.2017

Als Hauptmieterin der Mall of Switzerland konnte die Migros gewonnen 
werden. Das wirkt nicht sehr originell.
Nikolas Löhr*: Grundsätzlich gehört ein starkes Lebensmittelangebot zum wichtigen Grundangebot eines Shoppingcenters. Hierauf haben wir in der Mall aufgebaut. Die Migros ist eine sehr wichtige Mieterin und übernimmt zusammen mit Denner wichtige Teile der Nahversorgungsfunktion der Mall, die insbesondere für die lokale Bindung von grosser Bedeutung ist. Da im ­Gegenzug zur Eröffnung der Mall der ­MParc Ebikon geschlossen wird, werden sicherlich viele der MParc-Kunden die Mall schnell als ihren neuen Standort annehmen.

Ausser der Migros Zentralschweiz sind nur wenige lokale Geschäfte vertreten. Hätte man nicht für mehr Swissness 
sorgen müssen?
Dieser Einschätzung würden wir widersprechen. Mit Mietern wie der Confi­serie Bachmann, Optik Unternährer, Blumen Widler und Enchanté sind ­einige namhafte regionale Konzepte in der Mall vertreten. Zudem gibt es natürlich viele lokale Betreiber einzelner Läden nationaler und internationaler Konzepte. Bei den Pop-up-Läden werden wir zukünftig ebenso ein Augenmerk auf Swissness und lokale Konzepte legen wie bei einem konzeptionell zurückgestellten Bereich im Attika­geschoss. Da viele lokale Detailhändler den Start der Mall erst einmal abwarten wollen, freuen wir uns auf die entsprechenden Folgegespräche.

Rund 20 Prozent der Verkaufsflächen sind noch nicht vermietet. Ein Problem?
Da es nicht nur viele lokale, sondern ebenso grosse internationale Brands gibt, welche die Eröffnung abwarten wollen, sind wir hiervon nicht beunruhigt. Wir hatten bei der Positionierung der Mall eine klare Vision. Da auch wir von den starken Marktveränderungen im Nachgang des Frankenschocks und der nachfolgenden Marktstarre nicht ­gefeit waren, anderseits an den Ansprüchen an die Mall of Switzerland als einzigartige Destination festhalten, wollten wir nichts überstürzen. Wir werden die Phase nach der Eröffnung in diesem Zusammenhang intensiv nutzen, um die Bedürfnisse der Besucher zu prüfen und das Angebot entsprechend erweitern.

* Nikolas Löhr ist Director Retail Marketing, Freo Switzerland

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