Easyjet und die Gewerkschaft VPOD haben in ihrem Ferienlohn-Streit eine Einigung erzielt. Das Bordpersonal der Billigflugairline erhält auf seine variablen Lohnteile rückwirkend Ferientage angerechnet, wie Easyjet und VPOD mitteilten.

Nicht berücksichtigt für die Ferienrechnung würden jedoch jene Lohnteile, auf die keine Sozialabgaben geleistet werden müssten. Easyjet und die Gewerkschaft des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) zeigten sich in ihrem Communiqué zufrieden mit der Einigung im seit drei Jahren schwelenden Streit. Das gesamte Bordpersonal - also Piloten und Flugbegleiter - werde vom Abkommen profitieren, schreibt die Airline.

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Begonnen hatte die Auseinandersetzung zwischen Easyjet und VPOD im Sommer 2010. Damals waren fünf Airline-Mitarbeiter beim Arbeitsschiedsgericht in Genf vorstellig geworden. Sie forderten, ihr Ferienlohn müsse auf die nicht-sozialabgabepflichtigen Lohnteile ausgedehnt und rückwirkend auf den 1. Januar 2010 auch auf die variablen Lohnteile angerechnet werden.

Rückwirkenden Charakters

Damit akzeptierten sie eine auf Jahresbeginn 2010 geschlossene Abmachung zwischen Easyjet und VPOD nicht, die dem Ferienlohn ebendiesen rückwirkenden Charakter absprach und ihn ausserdem nur auf die sozialabgabepflichtigen Lohnteile beschränken wollte.

Vor einem Jahr hatten die beiden Vertragspartner dann mit den Verhandlungen begonnen, um den Streit beizulegen. Die bekannt gegebene Einigung, die den Forderungen der fünf Easyjet-Angestellten im Punkt des rückwirkenden Charakters nachkommt, folgt nun weitgehend dem 2011 erfolgten Urteil des Arbeitsschiedsgerichts.

(tke/aho/sda)