Ausgerechnet die für den Modehandel wichtigen Monate März und April liefen schlecht. «9% betrug die Umsatzeinbusse im März im Vergleich zum Vorjahr», sagt Armin Haymoz, Geschäftsführer des Branchenverbandes Swiss Fashion Stores, gegenüber der «Handelszeitung». Im April sei noch keine Besserung eingetreten.

Vollmargenmonate heissen diese Monate in der Textil- Fachwelt. Denn sie bilden die finanzielle Basis, bevor die Rabattschlacht startet. Bereits wird in der Branche befürchtet, dass der Sonderverkauf verfrüht beginnt, um die Frühlings- und Sommerware doch noch an die Frau bzw. an den Mann zu bringen, wie C&A-Unternehmenssprecher Peter Gadient erklärt. Umsatzzahlen zu einzelnen Monaten gibt C&A nicht bekannt. Auch Gadient spricht aber von einer enttäuschenden Entwicklung.

Hauptgrund für den Umsatzrückgang ist das kalte und nasse Wetter. Aber auch die Finanzkrise habe die Lust auf den Kauf von Herrenanzügen geschmälert, weiss Haymoz. Negativ auf den Kleiderverkauf haben sich auch die frühen Ostertage ausgewirkt. Der Umsatzrückgang spielt sich vor dem Hintergrund eines übersättigten Marktes ab. Immer mehr ausländische Modeketten wie Peek & Cloppenburg oder der deutsche Discounter Takko drängen in den Markt. Dabei verschärft die Flächenexpansion neuer Shoppingcenters die ungemütliche Situation der Modeanbieter.

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