Oft sehen sich die kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz mit drei Problemen konfrontiert. Erstens verfügen sie nicht über die notwendige Liquidität, um Geschäftstätigkeit und künftiges Wachstum zu finanzieren. Zweitens steigen die Debitorenzahlungsfristen und - noch schlimmer - die Debitorenverluste. Und drittens sind das Verwalten der Debitoren sowie das damit verbundene Mahn- und Inkassowesen zeit- und kostenintensiv.

Dies ist jedoch nicht nur ein rein schweizerisches Phänomen. In den USA gibt es die Finanzdienstleistung Factoring bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. Das Angebot hat sich seither stets weiterentwickelt. Heute besteht die Dienstleistung Factoring aus den Komponenten Debitorenfinanzierung, Debitoren-Management und Debitoren-Absicherung.

Wertvollste Aktivposten

Debitorenforderungen sind oft der wertvollste Aktivposten von KMU. Bedingt durch die zu gewährenden Zahlungsfristen können sie jedoch nur zögerlich zu flüssigen Mitteln gemacht werden.

Eine Debitoren-Finanzierung löst dieses Problem elegant. Ein Factoring-Institut übernimmt die Forderungen und bevorschusst die Rechnungsbeträge in der Regel zu 80%. So werden Debitoren sofort zu flüssigen Mitteln, und das Unternehmen geniesst mehr Liquidität.

Zum Debitoren-Management gehören die Verbuchung und Überwachung von Rechnungen und Zahlungseingängen sowie das Mahn- und Inkassowesen. Periodisch gelieferte Journale erlauben es, die eigene Buchführung auf die Übernahme von wenigen Kennziffern zu reduzieren. Auch Bonitätsüberprüfungen sowie eine umfassende Umsatz- und Finanzberatung können zum Dienstleistungspaket gehören.

Die Kosten des Outsourcing

Letztlich setzt sich ein Unternehmen mit jeder Leistung, die gegen offene Rechnung erbracht wird, dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Abnehmers aus. Hier bietet eine Debitoren-Absicherung zuverlässigen Schutz.

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Doch wie viel kostet es am Ende, die Liquidität im Unternehmen zu verbessern, Debitorenverluste zu vermeiden und den administrativen Aufwand zu senken? Die Finanzierungszinsen sowie die Factoring-Gebühren, die von den eingereichten Rechnungsbeträgen in Abzug gebracht werden, bewegen sich in aller Regel zwischen 2 und 6%.