Knapp 80 Prozent aller in der Schweiz im Jahr 2013 getätigten Übernahmetransaktionen betrafen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Die hiesigen KMU sind dabei nicht nur attraktive Ziele für ausländische Investoren sondern auch selber in Kauflaune. Bei den grossen Unternehmen zeige sich indes eine zögerliche Stimmung, heisst es in einer Studie des Beratungsunternehmen Deloitte.

Im abgelaufenen Jahr wurden 159 M&A-Transaktionen getätigt, die Schweizer KMU zum Ziel hatten. Dies entspreche fast 80 Prozent der gesamten M&A-Transaktionen in der Schweiz. Im Ausland haben Schweizer KMU ausserdem 46 Firmen übernommen, womit ein Total von 205 Transaktionen mit Beteiligung von Schweizer KMU resultierte.

Ausbleiben von Megadeals

«2013 galt als Jahr des sinkenden Transaktionswertes in der Schweiz, weil Unternehmen aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Europa und den USA eine abwartende Haltung eingenommen haben. Das Ausbleiben von Mega-Deals schaffte den Raum für KMU als Schlüsseltreiber des Schweizer M&A-Marktes», lässt sich Jean-Francois Lagassé, Partner Corporate Finance und Leiter Financial Advisory Services bei Deloitte in der Schweiz in der Mitteilung zitieren. Diese Tendenz wird nach Einschätzung von Deloitte auch 2014 anhalten.

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Westeuropäische Unternehmen zeigten 2013 den grössten Hunger auf Schweizer Unternehmen. Rund 57 Prozent der Inbound-Transaktionen entfielen auf Konzerne aus dieser Region. Nordamerikanische Unternehmen waren für rund 25 Prozent der Zukäufe von Schweizer Unternehmen verantwortlich und Unternehmen aus dem Raum Asien-Pazifik für 10 Prozent, schreibt Deloitte. Schweizer KMU hätten umgekehrt 65 Prozent der internationalen Firmenkäufe in Westeuropa getätigt.
 

(awp/sda)