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K+N: Weniger Umsatz, Gewinn gehalten

K+N: Für das laufende Jahr seien verlässliche Aussagen nur schwer möglich. (Bild: Keystone)

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen jedoch gleich viel wie im Vorjahr. Bei den Prognosen für das l

Veröffentlicht am 05.03.2012

Der Umsatz beim Logistikkonzern Kühne+Nagel (K+N) ist um 3,3 Prozent auf 19,6 Milliarde Franken gesunken. Schuld am Rückgang sei der starke Franken, teilte der Konzern mit Sitz in Schindellegi SZ mit.. Währungsveränderungen hätten 2,6 Milliarden Franken weggefressen.

Der Betriebsgewinn (EBIT) schrumpfte ebenfalls von 765 Millionen auf 750 Millionen Franken. Unter dem Strich verdiente Kühne+Nagel praktisch gleich viel wie im Vorjahr. Der Reingewinn legte leicht von 605 Millionen auf 606 Millionen Franken zu.

Damit hat Kühne+Nagel etwas weniger verdient als erwartet. Analysten hatten im Durchschnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP einen EBIT von 775 Millionen Franken und einen Reingewinn von 614 Millionen Franken erwartet.

K+N zufrieden

«Wir sind zufrieden mit dem Jahresergebnis, vor dem Hintergrund der Markt- und Währungsturbulenzen, der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen und der verheerenden Naturkatastrophen, die das Geschäftsumfeld 2011 beeinflusst haben», erklärte Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt.

Im ersten Halbjahr hätten sich die Transport- und Logistikvolumen noch sehr positiv entwickelt. Dann habe sich aber das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte zunehmend verlangsamt.

Das zurückhaltende Konsum- und Investitionsverhalten in den USA und weiten Teilen Europas, die Unterbrechung der Lieferketten nach den Katastrophen in Japan wie auch die erheblich gestiegenen Rohstoffpreise hätten ihren Tribut gefordert, hiess es weiter.

Für das laufende Jahr seien verlässliche Aussagen nur schwer möglich. Vor allem für das erste Halbjahr gingen die Prognosen von einer geringeren Dynamik der weltweiten Wirtschaftsleistung und damit des globalen Handels aus. Man wolle in allen Geschäftsbereichen schneller wachsen als der Markt, erklärte Konzernchef Reinhard Lange.

(rcv/sda)

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