Der Chef von Belgiens staatlicher Telefongesellschaft Belgacom, Didier Bellens, ist entlassen worden. Das teilte Regierungschef Elio Di Rupo laut der Nachrichtenagentur Belga mit.

Bellens hatte für Aufsehen gesorgt, als er sich vor Geschäftsleuten in Brüssel abfällig über führende Politiker geäussert hatte. Premierminister Di Rupo warf er der Zeitung «L'Echo» zufolge mangelndes Engagement für sein Unternehmen vor: Nur gegen Ende des Jahres rufe er an, um nach der Dividende zu fragen - wie ein Kind, das vom Heiligen Nikolaus Geschenke erwarte.

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Schon vor diesem Tritt ins Fettnäpfchen stand Bellens unter Beschuss. Er musste sich einer Untersuchung wegen eines vermuteten Interessenkonflikts stellen. Der Bericht entlastete ihn allerdings am Ende.

(sda/chb)