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Knip erhält grösste Fintech-Finanzierung der Geschichte

Knip erhält grösste Fintech-Finanzierung der Geschichte
Knip: Die App krempelt den Markt um. Knip

Das Zürcher Startup Knip krempelt mit seiner App das Geschäft mit Versicherungen um – zum grossen Ärger der Makler. Nun feiern die Jungunternehmer eine grossen Erfolg.

Der digitale Versicherungsmanager Knip sichert sich die grösste Fintech-Finanzierung der Schweizer Geschichte. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin und Zürich hat 15 Millionen Franken eingesammelt. Route 66 Ventures, eine der weltweit führenden Fintech-Investmentfirmen aus den USA, konnte als Lead-Investor gewonnen werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Creathor Venture aus Deutschland und US-Geldgeber QED komplettieren die Runde. Bereits zuvor haben Orange Growth Capital aus den Niederlanden und Redalpine aus der Schweiz investiert.

TV-Kampagne geplant

«Mit der Unterstützung unserer Investoren werden wir die Weiterentwicklung der App verstärkt vorantreiben, Prozesse optimieren und die Real-Time-Kommunikation mit dem Kunden ausbauen», sagt Knip-Chef Dennis Just.

Einen Teil des gewonnenen Kapitals will die junge Firma in eine neue TV-Kampagne stecken. Der Spot soll ein halbes Jahr lang in der Schweiz und in Deutschland zu sehen sein.

Zwei Gründer

Hinter Knip stehen die zwei Gründer Dennis Just und Christina Kehl – sowie eine simple Idee. Die Versicherungspolicen sollen nicht in einem dicken Bundesordner, sondern digital und übersichtlich in einer Smartphone-App abgelegt werden können.

So hat der Nutzer unterwegs bei einem Schadenfall nicht nur die Police gleich zur Hand, sondern kann das Unglück per Knopfdruck auch gleich dem entsprechenden Schadencenter melden. Zusätzlich kann er sich auf eigenen Wunsch auch von Knip-Beratern in Versicherungsfragen beraten lassen.

Alle grossen Versicherer an Bord

Dafür braucht es ein sogenanntes Brokermandat. Damit ermächtigt der Kunde den Intermediär, mit den jeweiligen Versicherungen zusammenzuarbeiten. Bei einem Zusammenarbeitsvertrag wird der Makler vom Versicherer mit Abschlussprovisionen und Bestandescourtagen entschädigt.

Knip kooperiert mit allen grossen Versicherungsunternehmen, von Helsana über Swiss Life bis hin zu Zurich. Gemäss eigenen Angaben verwaltet Knip derzeit ein Policenvolumen von rund 25 Millionen Franken. Die App wurde bereits 330'000 Mal heruntergeladen. Damit hält sich das Jungunternehmen sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz in den Top 5 der kostenlosen Finanzapps.

(ise)

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