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Kodak bereitet offenbar Insolvenz vor

Kodak: Hat den Wandel von der Film- zur Digitalfotografie verpasst. (Bild: Bloomberg)

Um den angeschlagenen Fotopionier Kodak kursieren erneut Insolvenzgerüchte. Laut einem Bericht soll das Unternehmen einen Antrag auf Gläubigerschutz für die kommenden Wochen vorbereiten. Als mögliche

Veröffentlicht am 05.01.2012

Kodak steht wieder im Zentrum von Insolvenzgerüchten. Das Traditionsunternehmen bereite einen Antrag auf Gläubigerschutz für die kommenden Wochen vor, berichtete das «Wall Street Journal» am Mittwoch.

Die Insolvenz könne noch abgewendet werden, wenn es Kodak schliesslich gelingen sollte, ein Portfolio aus rund 1100 Patenten zu verkaufen, hiess es unter Berufung auf informierte Personen. Doch das Management arbeitet schon seit Monaten an dem Deal und konnte immer noch keinen Abschluss vermelden.

Möglicherweise werden die Patente am Ende über eine Auktion im Zuge des Insolvenzverfahrens verkauft, schrieb die Zeitung. Das Unternehmen spreche auch mit Banken über eine Finanzierung in Höhe von rund einer Milliarde Dollar, um das Geschäft auch in der Insolvenz aufrechtzuerhalten.

Kodak hatte schon im Herbst gewarnt, dem Unternehmen könne binnen zwölf Monaten das Geld ausgehen, wenn keine neuen Finanzquellen aufgetan werden. Der Fotopionier kommt nicht mit dem Wandel von der Film- zur Digitalfotografie zurecht.

Erste Spekulationen um Insolvenz bereits im Oktober

Es ist bereits das zweite Mal in drei Monaten, dass Spekulationen über Insolvenzpläne von Kodak die Runde machen. Anfang Oktober hatte das Unternehmen nach einem ähnlichen Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg noch erklärt, man habe keine Absicht, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Jetzt hiess es nach dem Bericht des «Wall Street Journal», Kodak kommentiere keine Marktgerüchte. Die bereits schwer gebeutelte Aktie beendete den Tag nach dem Zeitungsbericht mit einem drastischen Minus von über 28 Prozent bei nur noch 47 US-Cent.

Der schwache Aktienkurs bereitet Kodak ohnehin schon Ärger. Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass dem Unternehmen der Rauswurf von der New Yorker Börse droht. Grund ist, dass der Aktienkurs als Folge der finanziellen Probleme dauerhaft unter einem Dollar festhängt. Der Börsenbetreiber NYSE duldet derartige «Penny Stocks» nur für begrenzte Zeit.

Kodak hat jetzt noch sechs Monate Zeit, den Kurs wieder über die Ein-Dollar-Marke zu heben - der erneute Einbruch am Mittwoch macht diese Aufgabe noch schwieriger.

(rcv/tno/awp)

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