Für den Fotopionier Kodak wird die Lage immer brenzliger. Dem US-Konzern droht der Ausschluss von der New Yorker Börse. Grund ist, dass der Aktienkurs infolge der finanziellen Probleme auf unter 1 Dollar eingebrochen ist. Der Börsenbetreiber NYSE duldet derartige «Penny Stocks» nur für begrenzte Zeit.

Kodak erklärte, von der NYSE am Dienstag über den möglichen Rauswurf informiert worden zu sein. Der Fotokonzern hat nun sechs Monate Zeit, sich wieder aufzuraffen, sonst muss er sich nach alternativen Handelsplätzen umsehen. Das dürfte weitere Anleger abschrecken.

Viele Investoren sind bereits geflüchtet. Zuletzt hatte die Kodak-Aktie am 7. Dezember über der 1-Dollar-Marke geschlossen. Am Dienstag beendete sie den Handel bei 0,655 Dollar. Vor einem Jahr war Kodak noch fast zehnmal soviel wert. Es folgten hohe Verluste und die Barbestände schmolzen rasant dahin.

Insolvenzgerüchte bleiben bestehen

Die Eastman Kodak Company, wie das Unternehmen vollständig heisst, war früher einer der bedeutendsten Fotokonzerne der Welt und machte vor allem mit Kleinbild-Filmen Geld. Der Markt ist jedoch mit dem Aufkommen der Digitalkameras zusammengebrochen.

Überdies sah sich Kodak plötzlich neuen Wettbewerbern aus der Unterhaltungselektronik-Branche ausgesetzt. In den vergangenen Wochen kamen bei dem Unternehmen wiederholt Insolvenzgerüchte auf.

(rcv/tno/sda)

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