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Königshaus: Kein Interesse an Royal-Baby-Domain

Website zum Royal Baby: Der Schweizer Unternehmer Luc-André Biggs schnappte sich die Domain georgealexanderlous.com. (Bild: ZVG)

Ein Schweizer Domainhändler ergatterte die Domain zum Royal Baby. Nun will er sie William und Kate schenken. Doch die Königsfamilie wehrt ab.

Von Aline Martinoli
am 30.07.2013

Die Domain georgealexanderlouis.com gehört dem Unternehmer Luc-André Biggs. Kurz nachdem der Name des Royal Babys von Prinz William und seiner Frau Kate bekannt wurde, erstellte er eine Website – und will sie nun der Königsfamilie schenken. Wie er gegenüber handelszeitung.ch sagt, bekundete die Royal Family aber kein Interesse. «Und das, obwohl ich sie ihnen gratis geben wollte.» Weiter hätte ein Sprecher betont, dass die einzige Online-Präsenz des Neugeborenen auf der offiziellen Internetseite des Herzogenpaars William und Kate zu finden sein werde.

Der 32-jährige Händler ist halb Schweizer und halb Engländer. Er lebt zurzeit in Portugal, wo er ein Geschäft leitet und im Besitz von 600 Domains ist. «Ich erstelle Domainnamen immer mit dem Endnutzer im Hinterkopf», sagt Biggs. Einige wolle er zu Geschäftszwecken weiterverkaufen, andere verschenke er. Für die Website des Prinzen-Babyserhielt er  nach eigenen Angaben  bereits ein Angebot von 2500 Dollar.

Geschenk an die Königsfamilie

Seit sieben Jahren investiert Luc-André Biggs in beliebte Domainnamen mit den Endungen «.com», «.net», «.org» und neuerdings auch «.info». Einige Seiten, die er bisher ergattern konnte sind: firstOptions.com, Explosion.com, Dr.org, Company.net, Architect.net, Mortgage.info, IC.net, Vacation.info und Games.info.

Handelszeitung.ch hatte zuerst über Biggs Domain-Coup berichtet, etliche Medien in aller Welt griffen das Thema auf. Mittlerweile würden über tausend Besucher pro Tag die Website des kleinen Prinzen besuchen, sagt der Domainhändler.

Er hofft immer noch darauf, dass die Königsfamilie aus dem Buckingham Palace sich wegen des Medienechos anders entscheidet und das Geschenk annimmt. Das würde dem Geschäftsmann zwar nicht direkt Geld einbringen, aber wohl jede Menge «Publicity».

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