Der Umsatz der Firma Komax, die etwa Maschinen zur Herstellung von Kabelsträngen oder zur automatischen Montage von pharmazeutischen Hilfsprodukten wie Inhalatoren und Spritzen fertigt, belief sich auf 371,4 Millionen Franken. Das Umsatzplus von 9,2 Prozent hätte bei stabilen Wechselkursverhältnisse sogar 16,1 Prozent betragen. Komax schreibt denn auch von «neuen Rekordwerten».

Von der deutlichen Ergebnissteigerung werden dank einer Verdoppelung der Dividende auch die Aktionäre profitieren. Zudem hat die Aktie nach der Präsentation des Jahresergebnis einen Kurssprung von über sieben Prozent gemacht. Bereits in den sechs Monaten davor hat die Komax-Aktie einen Drittel an Wert zugelegt und damit eine deutlich markantere Kurszunahme als der übrige Markt registriert.

Solarsparte bleibt in Verlustzone

Zurückzuführen ist das gute Ergebnis des vergangenen Jahres hauptsächlich auf den Geschäftsverlauf in der Kabelmaschinensparte (Wire), die insbesondere von einer starken Nachfrage aus der Automobilindustrie profitieren konnte. Das Kaufinteresse aus der Solarindustrie war dagegen rückläufig, was sich einerseits auf das Kabelmaschinengeschäft auswirkte, anderseits aber vor allem auf die Solarsparte, die Montagemaschinen für Photovoltaikzellen herstellt. Deren Bestelleingang war 2011 rückläufig.

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Konstant blieb der Umsatz der Medtech-Sparte: Nach eigenen Angaben hat Komax dort auf Projekte mit Wiederholungscharakter fokussiert. Dies hat zwar das Wachstum der Sparte gedrückt, dafür aber die Profitabilität erhöht. Nach roten Zahlen im Jahr 2010 schrieb die Sparte vergangenes Jahr denn auch wieder einen Gewinn. Die Solarsparte dagegen blieb in der Verlustzone.

Fürs laufende Jahr wagt Komax angesichts der unsicheren weiteren Entwicklung der Konjunktur nur vage Prognosen. Da Komax in all seinen drei Geschäftsbereichen Wachstumsmärkte bediene, blieben die langfristigen Perspektiven unverändert gut, hiess es im Communiqué. Während das Unternehmen bei den Kabelmaschinen zumindest bis Mitte 2012 mit einem stabilen Umsatz rechnet, wird die Solarsparte aus heutiger Sicht einen Absatzrückgang verzeichnen und weiterhin Verluste schreiben.

(chb/muv/sda)