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Industrie
Komax profitiert von steigender Nachfrage

Komax
Komax: Höhere Forschungsausgaben.Quelle: Keystone

Der Hersteller von Maschinen zur Kabelverarbeitung ist 2017 stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Der Gewinn fiel aber dürftig aus.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Die Komax Gruppe, die Maschinen zur Kabelverarbeitung herstellt, hat 2017 den Umsatz und Gewinn gesteigert und mehr in die Forschung investiert. Für das laufende Jahr ist das Unternehmen wegen der steigenden Nachfrage nach automatisierter Kabelverarbeitung optimistisch. 

Die in Dierikon ansässige Komax konnte gemäss einer Mitteilung vom Dienstag 2017 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Prozent auf 408,5 Millionen Franken steigern. Die Bestellungen stiegen um 21,5 Prozent auf 449,7 Millionen Franken. 

Stärker als der Markt

Die Zahlen zeigten, dass das Unternehmen stärker gewachsen sei als der Markt, teilte Komax mit. Das Wachstum sei vor allem intern erzielt worden, aber auch durch Zukäufe und durch positive Währungseffekte. 

Gewachsen ist Komax in allen Regionen bis auf Nord- und Südamerika. Dort sei das erste Halbjahr rückläufig gewesen, schreibt das Unternehmen. In den USA hätten im Verlauf des Jahres die Investitionen aber wieder stark zugenommen. 

Komax steckte 9,0 Prozent (2016: 7,4 Prozent) des Umsatzes in die Forschung und Entwicklung. Begründet werden die steigenden Forschungsausgaben mit Zukunftsthemen wie Elektromobilität und autonomes Fahren, die dem Unternehmen zusätzliche Chancen bieten würden. 

Gewinn unter den Erwartungen

Die erhöhten Forschungsausgaben wirkten sich auf den Ertrag aus. Das Betriebsergebnis EBIT nahm um 0,6 Prozent auf 55,1 Millionen Franken ab, die EBIT-Marge sank von 14,1 Prozent auf 13,5 Prozent.  Der Gewinn nahm um 8,8 Prozent auf 42,1 Millionen Franken zu. Gemäss der Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP blieb Komax beim EBIT und Gewinn hinter den Erwartungen der Analysten zurück. So sei ein Betriebsgewinn von 56,6 Millionen Franken und Reingewinn von 43,7 Millionen Franken erwartet worden. 

Komax begründet die reduzierte Profitabilität auch mit einer starken Zunahme der Vorräte von 70,4 Millionen Franken auf 92,0 Millionen Franken. Ein Grund dafür sei ein Grossauftrag für die Weltraumindustrie. Solche kundenspezifische Anlagen hätten längere Lieferzeiten als Serienmaschinen, heisst es in der Mitteilung. 

Unveränderte Dividende

Der Verwaltungsrat beantragt bei der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 6,5 Franken pro Aktie. Für das Geschäftsjahr 2018 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Komax gehe davon aus, stärker als der Markt zu wachsen und die Profitabilität leicht steigern zu können, trotz weiterhin hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

(sda/gku/mlo)

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