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Kommt es bei Actelion zum Stellenabbau?

Actelion will seine neue Wertschöpfungsstrategie umsetzen. Das Kostensparprogramm ist ein Schwerpunkt davon. (Bild: Keystone)

Offenbar plant Actelion einen Stellenabbau. Das Biotechnologieunternehmen soll bereits Gespräche mit den Sozialpartnern über einen Kapazitätsabbau führen. Actelion beschäftigt weltweit 2500 Personen.

Veröffentlicht am 08.05.2012

Beim Baselbieter Biotechnologieunternehmen Actelion zeichnet sich ein Stellenabbau ab. Wie viele der insgesamt über 2500 Arbeitsplätze bei der 1997 gegründeten Firma gefährdet sind, ist offen. Gespräche mit den Sozialpartnern sind laut Actelion im Gang.

Actelion sprach in einer Mitteilung zu einer neuen Wertschöpfungsstrategie von einer «beschleunigten Umsetzung von Kostensparprogrammen». Was das konkret bedeutet, wollte Konzernchef Jean-Paul Clozel an einer Telefonkonferenz im Umfeld eines Investorenanlasses in London nicht sagen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AWP sagte Clozel indes, dass Actelion derzeit Gespräche mit den Sozialpartnern über einen Kapazitätsabbau führe. Die Verhandlungen sollen demnach noch einige Monate dauern. Actelion beschäftigt weltweit rund 2560 Personen, davon über 1000 am Konzernsitz in Allschwil bei Basel.

Drei Schwerpunkte

Die beschleunigte Umsetzung von Kostenspargrogrammen ist einer der drei Schwerpunkte der neuen Wertschöpfungsstrategie Actelions. Daneben will sich das Unternehmen künftig auf den Markt für Lungenbluthochdruck (PAH) konzentrieren.

Drittens will Actelion Forschung und Entwicklung auf den Markt für Arzneimittelspezialitäten ausrichten. Im Vordergrund stehen dabei Immunmodulatoren und Antibiotika, die dereinst das zweite Standbein des Unternehmens bilden sollen.

Actelion rechnet für die Zukunft mit tieferen Kosten für Forschung und Entwicklung und geringeren Fixkosten. Von der neuen Strategie erhofft sich das Unternehmen ab 2014 neue Wachstumsimpulse.

Die jüngste Vergangenheit von Actelion war von einem Auf und Ab geprägt. Für das Geschäftsjahr 2011 verbuchte der Konzern einen Verlust von 146,2 Millionen Franken. Vergangenen Monat stoppte das Unternehmen zudem die Entwicklung eines neuen Medikaments, auf dem grosse Hoffnungen als zusätzlicher Umsatzträger ruhten.

Einen Erfolg konnte Actelion dagegen letzte Woche vermelden: Das Lungenmedikament Macitentan, das dereinst den Hauptumsatzträger Tracleer ablösen soll, erwies sich in einer spätklinischen Phase als wirksam und sicher.

(rcv/chb/sda)

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