Gegengewichtsstapler spielen auch heute noch eine wichtige Rolle in der gesamten innerbetrieblichen Logistik beziehungsweise entlang der Supply Chain. Allerdings: Der Verkauf von Staplern allein ist heute wenig attraktiv. Was der Kunde wünscht und vom Lieferanten erwartet, sind effiziente Lösungen im Bereich Logistik. «Wir verkaufen nicht mehr in erster Linie nur Stapler, sondern haben uns zu einem Komplettanbieter im gesamten Bereich der Intralogistik entwickelt», stellt Rüdiger Saecker, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Jungheinrich AG mit Sitz im aargauischen Hirschthal, fest. Die Schweizer Niederlassung des deutschen Herstellers moderner Geräte für den gesamten Bereich der Logistik zählt heute zu den ganz wenigen Komplettanbietern von Logistiklösungen im gesamten Bereich der Intralogistik. Ein Geschäftsfeld, das in Zukunft gezielt weiter ausgebaut werden soll.

In der Tat: Mit dem Verkauf von Staplern allein kann man in der heutigen Zeit kaum mehr vernünftig Geld verdienen. Mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot rund um den Stapler sowie das Lager, in welchem der Stapler zum Einsatz gelangt, kann aber durchaus Geld verdient werden. Immer mehr Kunden gelangen zur Erkenntnis, dass es aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet sinnvoller ist, die eigenen Stapler oder die ganze Flotte nicht mehr selber zu betreiben, sondern diese Aufgabe an entsprechende Spezialisten auszulagern. Dies wiederum stellt für die Dienstleister, in erster Linie Hersteller von Flurfördergeräten und Lagereinrichtungen, eine grosse Herausforderung dar.

Hersteller von Flurfördergeräten müssen sich weit mehr über die mit dem Stapler verbundenen Dienstleistungen profilieren als mit dem Verkauf selbst. Bei Staplern der führenden Hersteller in den USA und in Japan sowie vor allem in Europa sind denn auch keine allzu grossen Qualitätsunterschiede festzustellen. Auch in technischer Hinsicht sind die Geräte der führenden Anbieter auf der Höhe der Zeit.

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Vielfältige Dienstleistungspalette

Was zählt, sind jedoch die verschiedenen Dienstleistungen rund um den Stapler und deren Einsatzbereiche. Dazu gehören - sofern vom Kunden gewünscht - ein Full-Service inklusive Wartung der Stapler oder das Management ganzer Flotten auch für Fremdmarken. Ferner After-Sales-Dienstleistungen, die Ersatzteilversorgung, das Geschäft mit Occasionsgeräten und Mietfahrzeugen und nicht zuletzt die Finanzdienstleistungen sowie die Ausbildung des Bedienungspersonals. Immer mehr Betreiber von Staplern wünschen sich eine Betreuung ihrer Fahrzeuge bzw. Flotten über deren gesamten Lebenszyklus. Der Kunde kann heute wählen, welchen Grad an Serviceleistungen er haben möchte, und entsprechend ist der dafür zu entrichtende Preis.

Dienstleister, welche ganze Flotten betreuen, müssen über einen funktionierenden Service- und Wartungsdienst verfügen, denn nicht wenige Nutzer von Flurfördergeräten verlangen zunehmend einen Service rund um die Uhr. «In der momentan schwierigen Zeit erweist sich unser Entschluss, den Kundendienst deutlich auszubauen, als grosser Vorteil», betont Rüdiger Saecker. «Mit unseren rund 100 Servicetechnikern mit eigenem Fahrzeug können wir einen 24-Stunden-Service sieben Tage in der Woche und an 365 Tagen im Jahr gewährleisten. Unsere Servicetechniker können jeden unserer Kunden innerhalb von zwei bis vier Stunden erreichen», doppelt er nach. Auch die zügige Ersatzteilversorgung - bei Jungheinrich über Nacht - muss gewährleistet sein.

Attraktive Intralogistik

Jungheinrich produziert nicht nur Flurfördergeräte, sondern gehört heute zu den wenigen Komplettanbietern von Intralogistikanlagen. Als Anbieter kompletter Logistiklösungen im Bereich der Intralogistik, das heisst der innerbetrieblichen Logistik, kann Jungheinrich für den Kunden massgeschneiderte Lagerlösungen planen und realisieren. Dieses Geschäftsfeld bietet ausserdem interessante Cross-Selling-Potenziale. So kann der Hersteller dem Kunden ein Komplettangebot im Bereich Flurförder- und Lagertechnik unterbreiten. Das Unternehmen ist deshalb in zunehmendem Masse als Generalunternehmer in der Intralogistik tätig. Das heisst, Jungheinrich plant und realisiert nicht nur komplexe Lageranlagen, sondern betreibt auch deren Steuerung und Lagerverwaltung. «Wir wollen nicht nur Fördergeräte verkaufen, sondern dem Kunden umfassende Lösungen anbieten, wie er seine Prozesse optimieren und seine Logistikanlagen leistungsfähiger betreiben kann», betont Thomas Bürgisser, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter des Geschäftsfeldes Logistiksysteme bei Jungheinrich AG in der Schweiz.

Weil das Neugeschäft derzeit teilweise kaum profitabel zu betreiben ist, müssen zumindest über die geplante Laufzeit eines Geschäftes die zusätzlichen Dienstleistungen rund um das Fahrzeug oder eines Lagers einen vernünftigen Ertrag abwerfen. Diese Profitabilität ist für Jungheinrich die Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen auch in Zukunft Investitionen in Produkte und Märkte vornehmen und unabhängig bleiben kann.

Jungheinrich stellt an sich selbst den Anspruch, in ihrem Markt Komplettanbieterin zu sein, und sieht die wirtschaftlichen Erfolgschancen ihrer Kunden bereits ab der Konzept- und Beschaffungsphase über die gesamte Nutzungsdauer als ganzheitliche und integrierte Betrachtung in allen Bereichen der Intralogistik. «Der wirtschaftliche Erfolg der Kunden ist unser Ziel», lautet das Credo.