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Konkurrenzverbot für Brady Dougan?

Brady Dougan: Wie hoch fällt seine Abgangsentschädigung aus? Keystone

Die CS-Spitze plante die Stabsübergabe bereits ab Herbst 2014. Wohin CEO Brady Dougan wechseln wird, ist noch nicht klar. Auch die Diskussion über ein Konkurrenzverbot muss erst noch geführt werden.

Veröffentlicht am 10.03.2015

CS-Präsident Urs Rohner und CS-Chef Brady Dougan haben bereits im Herbst begonnen, über den Wechsel in der Unternehmensleitung zu sprechen. Als Grund nannte Rohner, dass es seine Aufgabe sei, die Kontinuität in der Bank sicherzustellen.

«Nach einer so langen und anspruchsvollen Zeit bei Credit Suisse war es klar, dass Brady Dougan weiterziehen will», sagte Rohner an einer Medienkonferenz in Zürich. Dougan selbst verwies bei dieser Frage auf den Umbau der Bank, den er angestossen habe. Er habe dazu beitragen wollen, dass die CS diesen Schwung bei der Transformation des Unternehmens beibehalten könne.

Entscheid im Herbst

Was Dougan nach seinem Abgang machen wird, sei noch nicht klar, sagte er. Noch nicht diskutiert ist auch, ob Dougan nach seinem Rücktritt einem Konkurrenzverbot unterliegen wird. Die Abgangsentschädigung bewege sich im üblichen Rahmen, sagte Rohner.

Auf die anhaltende Kritik an der Grossbank und deren Führung sagte der Verwaltungsratspräsident, dass es selbstverständlich intensive Diskussionen über die Aufstellung der Bank gegeben habe. «Wir waren uns immer der Verantwortung bewusst», sagte Rohner. Im Herbst 2014 sei es dann klar gewesen, dass es einen Wechsel an der Unternehmensspitze geben soll.

Rohner tritt erneut an

Zu den Leistungen des abtretenden CS-Chefs sagte Rohner, dass Dougan die Grossbank durch eine schwierige Zeit geführt und sie geformt habe. Darauf verwies auch Dougan selbst: «Ich glaube, wir haben eine ausserordentliche Leistung erbracht», sagte er. Er sei darauf und auf die gesamten 25 Jahre bei der Bank stolz.

Rohner zeigte sich erfreut darüber, dass der Führungswechsel harmonisch erfolgen könne. Die Kenntnisse von Tidjane Thiam, dem neuen Chef, werden der Credit Suisse helfen die Zukunft zu meistern. Er erwähnte dabei unter anderem die geplante Expansion in Asien. Rohner selbst wird auch Teil dieser Zukunft sein. Er trete an der nächsten Generalversammlung nochmals als Präsident an, sagte er.

(sda/tno/gku)

 

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