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Konkurse: Weniger altes, mehr neues

Die Zahlen der Neugründungen in der Schweiz sind gestiegen. (Bild: Keystone)

In der Schweiz sind im ersten Halbjahr mehr Firmen konkurs gegangen als im gleichen Zeitraum 2010. Die Zahlen zu den Neugründungen stimmen aber optimistisch.

Veröffentlicht am 06.07.2011

In der Schweiz sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 3130 im Handelsregister eingetragene Firmen in Konkurs gegangen. Das sind vier Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Firmengründungen weisen mit 20'207 Neugründungen und damit einem Wachstum von 8 Prozent einen neuen Rekordwert auf, wie die Wirtschaftsauskunftei Dun&Bradstreet (D&B) mitteilt.

Der Rekordwert in absoluten Zahlen bei den Neugründungen weise auf die positive wirtschaftliche Lage der Schweiz hin. D&B erwartet laut Mitteilung bis Ende dieses Jahres einen Gründungsrekord mit über 40'000 neu im Handelsregister eingetragenen Firmen.

Die Zunahme an Konkursen sei vor allem auf die Konkurse durch Organisationsmangel zurückzuführen. Diese stiegen im ersten Halbjahr 2011 gegenüber der Vorjahresperiode um 14 Prozent, heisst es weiter.

Die Insolvenzen, bei denen Firmen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit aufgelöst werden, blieben gesamtschweizerisch mit 2106 Fällen im ersten Halbjahr insgesamt stabil. Während die Insolvenzen in Zürich (+10 Prozent) und im Espace Mittelland (+17 Prozent) stiegen, sind sie in den anderen Regionen gesunken. Am stärksten war der Rückgang an Konkursen durch Zahlungsunfähigkeit in der Zentralschweiz (-17 Prozent). Im Kanton Zürich gab es laut Mitteilung mit 322 Insolvenzfällen die grösste Zahl an Konkursen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit.

(laf/kgh/awp)

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