Wegdiskutieren lässt sich das Problem nicht: Überall sorgt das achtlose Wegwerfen von Zigaretten, Flaschen, Dosen, Take-away-Verpackungen und Gratiszeitungen für Ärger. Aufklärung tut not und soll zu mehr Eigenverantwortung der Wegwerfsünder führen. Die acht Kämpfer im Bunde gegen das Littering in der IG saubere Umwelt,

die Igora-Genossenschaft für Aluminium-Recycling,

PET-Recycling Schweiz,

Coop,

McDonald’s,

Migros,

Tetra Pak,

VetroSwiss und der

Verband Schweizer Presse

wollen deshalb ihre Aktivitäten auf einer noch breiteren Front abstützen, dies ganz nach dem Slogan «IG saubere Umwelt - Lösungen gegen das Littering». So sollen die Aktivitäten intensiviert und die Mitgliederbasis auf weitere Konsumbereiche wie Zigaretten, Süsswaren, Kaugummis sowie Tankstellenshops und Take-aways ausgeweitet werden.

Botschafter-Equipe verstärkt

Die beiden IGSU-Botschafter Urs Freuler und Cédric Québatte haben Zürich, St. Gallen und Basel beim Aufklären und Informieren über das Littering bereits fest im Griff. Sie touren mit ihren Recyclingmobilen durch Strassen und Parks und klären auf, wo immer sie auf Abfallsünder treffen. Ihre bis jetzt geplanten Auftritte für 2009 sind: 15. Juni - 10. Juli in St. Gallen, 15. Juli - 31. Juli in Bern, 3. August - 30. August in Zürich und Lausanne, 1. September - 18. September in Basel und 23. September - 27.September bei der Rad-WM in Mendrisio im Tessin. Damit noch weitere Auftritte in die Planung aufgenommen werden können, wird nun Verstärkung durch weitere Botschafter gesucht; nur so kann in der ganzen Schweiz während der Littering-Saison aufgeklärt werden. Im Visier stehen alle grösseren Städte und wichtigen Events. Urs Freuler, der Chef-Botschafter, freut sich auf seine neuen Kollegen: «Es ist eine tolle Aufgabe für moderne und motivierte Leute mit einem Flair für ‹Abfall-Pädagogik› und Talent zum Sensibilisieren und Informieren.»

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Ausbau des Info-Angebotes

Die bekannten Plakate mit den aufklärenden Slogans zu einzelnen Littering-Situationen wie «Was im Wohnzimmer stört, stört auch im Park», «Was im Schlafzimmer stört, stört auch auf dem Zeltplatz» oder «Was in der Lounge stört, stört auch auf dem Trottoir» werden weitergeführt. Schulen, Gemeinden und Städte, aber auch Private können diese Poster kostenlos bestellen: 2009 gingen bis jetzt insgesamt 12000 Poster an Interessierte.

Gesamtheitliche Info-Packages - ganz spezifisch zugeschnitten auf einzelne Städte und Regionen - werden neu und ergänzend ins IGSU-Programm aufgenommen: Schulen und Jugendliche zum Beispiel mit Littering-Unterricht werden pointierter angegangen und die Infos an Medien intensiviert.

Die Ideen sprudeln nur so

Jedes Jahr wird zudem ein spezielles Happening durchgeführt, das eine ganz spezifische Zielgruppe anspricht. Was in diesem Jahr die Lancierung des Littering-Song-Contests zusammen mit dem Musikportal MX3.ch ist (siehe unten), wird im nächsten Jahr ein neues Happening sein. Vielleicht werden bald Prominente und wichtige Meinungsbildner aufgefordert, sich gegen das Littering stärker zu engagieren. Oder vielleicht wird bald auf dem Gurten oder sonst wo ein grosses Festival der Anti-Littering-Songs abgehen.

Die Ideen gehen den IGSU-Verantwortlichen wohl nie aus. Das Mitwirken von weiteren Organisationen als den acht bisherigen wird sich positiv auf die zukünftige Entwicklung der gesamtschweizerichen Anti-Littering-Kampagne auswirken.