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Konsumenten lassen Kassen der Kreditkartenanbieter klingeln

Die Kunden bezahlen fleissig mit ihrer Mastercard. (Bild: Keystone)

Das Geschäft mit der Plastikkarte läuft nach wie vor rund: So konnte der Kreditkartenanbieter Mastercard seinen Überschuss deutlich steigern.

Veröffentlicht am 02.05.2012

Das Bezahlen mit Kreditkarte wird immer beliebter. Das wiederum füllt dem Anbieter Mastercard die Kasse. Im ersten Quartal stieg der Überschuss des Visa-Konkurrenten im Vergleich um 21 Prozent auf 682 Millionen Dollar. Weltweit sind 1,8 Milliarden Karten mit dem Mastercard- oder Maestro-Logo im Umlauf.

«Die Kunden freunden sich anhaltend mit dem elektronischen Bezahlen an», erklärte Firmenchef Ajay Banga am Mittwoch. Über die Systeme von Mastercard lief im Berichtsquartal die unglaubliche Summe von 849 Milliarden Dollar. Das war ein Zuwachs von 18 Prozent. Auch die Einkäufe im Ausland legten kräftig zu, etwa bei Urlauben oder Bestellungen über die Grenzen hinweg.

Bereits der Rivale American Express hatte jüngst geglänzt. Im Gegensatz zu American Express verleihen Mastercard und auch Visa das Geld aber nicht selbst, sondern sie übernehmen nur die Abwicklung der Zahlungen und kassieren dafür Gebühren. Das Risiko unbezahlter Kartenschulden tragen damit die Partner, zumeist Banken. Die Gesamterträge von Mastercard stiegen im ersten Quartal um 17 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Die Börsianer waren dennoch unzufrieden. Die Aktie fiel vorbörslich um drei Prozent. Visa will seine Geschäftszahlen an diesem Mittwochabend bekanntgeben.

Auch Visa im Hoch

Derweil profitiert der weltgrösste Kreditkarten-Konzern Visa von der gestiegenen Kauflust der Konsumenten. Im zweiten Geschäftsquartal (Januar bis März) flossen 956 Milliarden Dollar über die Systeme des Unternehmens aus San Francisco. Das waren elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere die Einkäufe über die Grenzen hinweg legten zu.

«Das Geschäft von Visa wächst weltweit im gesunden Rahmen», erklärte Konzernchef Joseph Saunders am Mittwoch. Das Unternehmen verdiente unterm Strich 1,3 Milliarden Dollar und damit 47 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei kam Visa auch ein Steuergeschenk zugute. Doch selbst, wenn man dieses ausklammert, stieg der Gewinn noch um 23 Prozent.

Die Erträge von Visa - die gesamten Einnahmen - verbesserten sich um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Visa versprach auch für das Gesamtjahr ein kräftiges Wachstum. Die Börsianer zeigten sich zufrieden. Nachbörslich stieg die Aktie um zwei Prozent.

(muv/sda/awp)

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