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Konsumentenschutz verstösst gegen eigene Vorgaben

Sara Stalder: Der Online-Shop ihrer Stiftung hat Nachholbedarf. (Bild: Keystone)

Die Stiftung für Konsumentenschutz gibt mit einem Merkblatt für den Online-Einkauf gute Tipps. Zuerst hätte jedoch der SKS-eigene Webshop eine Revision nötig.

Von Christian Bütikofer
am 17.12.2013

Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS gibt im Merkblatt «Online-Shopping: Einkaufen per Mausklick» Tipps für den sicheren Einkauf und die Kriterien für seriöse Webshops.

Die E-Commerce-Firma Carpathia hat sich den SKS-eigenen Webshop ein wenig genauer angesehen und etliche Mängel festgestellt: So verstösst der Konsumentenschutz offenbar gegen die Preisbekanntgabeverordnung des Seco, weil nicht deutlich auf die Versandkosten hingewiesen würde.

Datenschutz klein geschrieben

Zudem besitze der Webshop keine Verschlüsselung – etwas, das die SKS im Merkblatt als wichtig anführt. Auch die Anmeldung verfolge unverschlüsselt, so Carpathia.

Auch das Impressum wird im Carpathia-Blogeintrag bemängelt, zudem sei die Widerrufsfrist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von acht Tagen auch zu kurz geraten. Desweitern hat Carpathia am Einsatz von Google-Analytics etwas auszusetzen: In den Datenschutzbestimmungen von SKS werde darauf nicht hingewiesen.

Berechtigte Kritik trotz Schlagseite

Neben der SKS-Kritik gibts im Blog-Beitrag Carpathias dann auch noch Medienkritik: «Derzeit den Onlinehandel als böse zu bezeichnen, scheint in Konsumentenschutzkreisen und Medien für Auflagen und Einschaltquoten zu sorgen.» Offenbar regt sich Carpathia über kritische Berichterstattung zum Online-Handel auf und wieder mal dürfen als Sündenbock «die Medien» herhalten.

Trotz dieser Schlagseite sollte sich die SKS die Carpathia-Analyse zu Herzen nehmen - zu viel liegt im Argen.

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